Klagen nun auch gegen eDonkey- und Gnutella-User

12. September 2004, 11:53
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RIAA hat 744 neue Anzeigen eingereicht - erstmals ermittelt auch das FBI

Die Branchenorganisation der US-Musikindustrie RIAA hat ihre Klagewelle nun auch auf User der Tauschbörsen eDonkey und Gnutella ausgeweitet. In einer Aussendung teilten Vertreter der RIAA mit, dass insgesamt 744 neue Anzeigen erstattet wurden.

Von Kazaa hin zu Gnutella

Bislang waren die Klagen im Wesentlichen auf Nutzer des FastTrack-Netzes mit ihren Kazaa-Clients beschränkt, nun werden auch User alternativer P2P-Plattformen wie Gnutella (LimeWire) oder eDonkey verklagt. 152 Klagen wurden gegen namentlich bekannte Tauschbörsen-Nutzer eingereicht, der Rest "gegen Unbekannt". Die neue Klagewelle ist der logische Schritt auf das Abwandern vieler User von Kazaa hin zu eDonkey.

FBI geht erstmals gegen P2P-Nutzer vor

Wie das US-Justizministerium bekannt gab, hat nun auch erstmals das FBI eine Aktion gegen P2P-Nutzer und einen Internet Service Provider durchgeführt. Laut ersten Angaben wurden fünf Privatwohnungen und das Büro eines Providers im Rahmen der "Operation Digital Gridlock" durchsucht. In den Bundesstaaten Texas, New York und Wisconsin wurden – nach Angaben des Justizministeriums – zahlreiche Computer beschlagnahmt, auf denen sich Filme, Software, Spiele und Musik-Dateien befanden.(red)

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