Österreichs IT-Branche 25,6 Milliarden Euro schwer

2. September 2004, 11:27
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Studie sieht 25 Prozent Exportanteil und 5 Prozent Wachstum im Vorjahr

Eine Studie der IT-Wochenzeitung Computerwelt nahm die Geschäfte der größten IT-Unternehmen mit Sitz in Österreich unter die Lupe. Das Ergebnis: Insgesamt weisen die TOP 1001 mit Sitz in Österreich einen IT-Umsatz von zusammen 25,6 Milliarden Euro auf. Dieser Betrag wird zu drei Viertel im Inland (74,5 Prozent) und zu einem Viertel (25,5 Prozent) im Ausland erwirtschaftet.

Geringe Klassiker

Auf die einzelnen Branchen verteilt wird dieser Umsatz zu 16,96 Prozent im Bereich Individualsoftware gemacht. Es folgen Standardsoftware mit 13,15 Prozent des Gasamtumsatzes, Beratung mit 10,15 Prozent und Value Added Reseller (VAR) mit 8,62 Prozent vom Kuchen. Überraschend gering der Prozentanteil der "klassischen" IT-Bereiche Wartung/Support, Netzwerke, PC-Einzel und -Großhandel und Zubehör. Zusammen erreichen diese Branchensparten lediglich 26,41 Prozent des Gesamtumsatzes.

Siemens vor TA

Den größten Umsatz machte 2003 die Siemens-Gruppe mit 3,23 Mrd. Euro (+ 0,87 Prozent gegenüber dem Vorjahr), vor der Telekom Austria mit 2,19 Mrd. Euro (- 2,76 Prozent) und der Mobilkom Austria mit 1,61 Mrd. Euro Umsatz (+ 5,13 Prozent). Auf den TOP 10 Plätzen folgen T-Mobile, Philips, IBM, One, HP, Infineon und die Kapsch-Gruppe. Wachstumskaiser gegenüber dem Vorjahr wurde Raiffeisen Informatik mit einem Zuwachs von 233 Mio. Euro, vor T-Mobile Austria (+ 208,7 Mio. Euro) und der Kapsch Gruppe (+ 137,4 Mio. Euro).

Aufwärtstrend

Im Vergleich mit dem Jahr 2002 zeigt sich eine deutliche Aufwärtstendenz. Der Umsatz bei den Unternehmen mit Daten aus 2002 und 2003 stieg um satte 5,04 Prozent. Bestes Gründungsjahr war 1998, stärkste Postleitzahlenregion der zweite Wiener Gemeindebezirk: 5,7 Mrd. Euro wurden dort im Jahr 2003 umgesetzt. Insgesamt kommen 21,2 Mrd. Euro Gesamtumsatz von in Wien ansässigen IT-Unternehmen, was die enorme Bedeutung von Wien als IT-Metropole verdeutlicht: Rund vier Fünftel des Gesamtumsatzes der IT-Branche wird in der Bundeshauptstadt erwirtschaftet. Der Pokal für die höchste Mitarbeiter-Produktivität geht aber aufgrund des Halbleiter-Herstellers AT&S nach Leoben.(red/pte)

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