Lenzing im ersten Halbjahr mit mehr Gewinn

8. September 2004, 13:29
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Periodenüberschuss stieg von 28 auf 31,7 Millionen Euro - Asiengeschäft glich schwache Nachfrage aus Europa aus

Wien - Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing konnte im ersten Halbjahr 2004 den Periodenüberschuss nach Minderheiten auf 31,7 Mio. Euro steigern, nach 28 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der konsolidierte Konzernumsatz erhöhte sich um 11,5 Prozent auf 336,1 Mio. Euro, teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, mit. Das operative Ergebnis (Ebit) ging leicht auf 35,4 (36,1) Mio. Euro zurück.

Das Ebitda stieg auf 60,8 (57,9) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Minderheiten verringerte sich auf 38,8 (40,1) Mio. Euro.

Kennzahlen verbessert

Während das erste Quartal 2004 schwächer als im Vorjahr ausfiel, konnten im zweiten Quartal 2004 alle relevanten Ertragskennzahlen gegenüber dem zweiten Quartal 2003 verbessert werden. Die gute Nachfrage aus Asien bildete die Basis für Vollauslastung und einen guten Produktmix der Gruppe, heißt es in der Mitteilung. Für die Umsatzsteigerung maßgeblich seien höhere Produktionsmengen sowie die per 4. Mai erfolgte Übernahme der Unternehmensgruppe Tencel.

Durch das Asiengeschäft konnte die anhaltend schwache Nachfrage aus Europa ausgeglichen werden.

Zweite Produktionslinien in Heiligenkreuz

Am Lyocell Produktionsstandort Heiligenkreuz wurde im ersten Halbjahr die zweite Produktionslinie planmäßig angefahren. Im Halbjahresabschluss wurden für die Tencel-Integration Einmalaufwendungen von 4,1 Mio. Euro bereits berücksichtigt.

In den nicht-faserspezifischen Geschäftsfeldern Lenzing Plastics und Lenzing Technik sei das erste Halbjahr 2004 gut verlaufen, während im Geschäftsbereich Papier die Konjunkturflaute in Europa auf Umsatz und Ergebnis drücke.

Stabile Ertragslage erwartet

Für das zweite Halbjahr 2004 erwarte Lenzing eine zufrieden stellende Fasernachfrage und damit auch eine stabile Ertragslage. Erhebliche Unsicherheiten ergäben sich allerdings aus der weiteren Entwicklung des Baumwollpreises, der für den Markt stets als Benchmark für alle Fasern herangezogen wird und sich in Erwartung einer Baumwoll-Rekordernte zuletzt deutlich nach unten bewegte. Auch der Dollarkurs könne erheblichen Einfluss auf die weitere Ergebnisentwicklung haben.

Die Zahl der Mitarbeiter (inklusive Tencel) lag im ersten Halbjahr bei 3.438 Beschäftigten. (APA)

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