Mäuse bringen auch in schwachen Zeiten Geld

2. September 2004, 11:27
1 Posting

Neu im Logitech-Portfolio: Fernbedienungen

"Wir sind dort, wo es um die letzten Zentimeter geht", sagt Gregor Bieler, Geschäftsführer für Deutschland und Österreich bei Logitech. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei vielen Computer-Peripheriegeräten, z.B. bei PC-Mäusen und Tastaturen, und hat auch Gaming-Produkte wie etwa Spielekonsolen im Portfolio. 500 Millionen Mäuse hat das amerikanisch-schweizerische Unternehmen bis dato weltweit abgesetzt.

Hemmschwelle

Damit hat der Peripheriegerätehersteller auch in Zeiten schwacher IT-Investitionen gut verdient. "Die Hemmschwelle, sich eine schicke, neue Tastatur um 150 Euro zu kaufen, ist logischerweise viel niedriger, als sich einen neuen PC anzuschaffen", erklärt Bieler. "Damit kann man sich von anderen differenzieren." Selbst im Vorjahr wuchs Logitech, so wie in den Jahren davor, um rund 15 Prozent und hält nun bei einem Umsatz von 1,27 Mrd. Dollar (1,04 Mrd. Euro) und heuer wird dieses Wachstum ebenfalls angepeilt.

Geschäftskunden

Dazu soll künftig auch die Geschäftskundensparte, die rund ein Drittel des Umsatzes stellt, offensiver angegangen werden. Denn Produkte wie der digitale Stift IO eignen sich auch für das Projektgeschäft. Mit dem Stift kann wie gewohnt auf Papier geschrieben werden. Anschließend werden die Aufzeichnungen digitalisiert und stehen auf dem PC zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.

"Sexy"

Außerdem hat Logitech über eine erst kürzlich getätigte Akquisition begonnen, das Produktportfolio zu erweitern. Mit dem Know-how der kanadischen Firma Intrigue will Logitech künftig auch Fernbedienungen anbieten, die laut Bieler "sexy" sind. Sie sollen über das Internet für alle Audio- und Videogeräte konfigurierbar sein, die im Wohnzimmer so herumstehen. Bieler: "Damit wird die Fernbedienung maßgeschneidert und eine genügt, für alle Geräte." (Johann Ruzicka aus Leipzig, DER STANDARD Printausgabe, 23.August 2004)

Share if you care.