Haupt lässt Gulet und TUI verklagen

2. September 2004, 19:36
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Wegen nachträglicher Preiserhöhungen auf Grund der Kerosinpreiserhöhung

Wien - Konsumentenschutzminister Herbert Haupt (F) will nachträglichen Preiserhöhungen von Reiseveranstaltern ein Ende setzen. "Ich habe den Verein für Konsumentenschutz (VKI) damit beauftragt, gegen zwei Reiseveranstalter vorzugehen", so Haupt am Mittwoch in einer Aussendung. Demnach hat hat der VKI heute, Mittwoch, eine Unterlassungsklage gegen die Reiseanbieter Gulet und TUI eingebracht.

Im Sommer 2004 stellten laut der Aussendung zahlreiche Reiseveranstalter ihren Kunden Zusatzkosten zwischen 9 und 15 Euro pro Person wegen gestiegener Kerosinpreise nachträglich in Rechnung. Diese Preiserhöhungen stünden aber - sofern nicht bei der Buchung eine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde - im Widerspruch zum Konsumentenschutzgesetz und seien daher unzulässig und unwirksam.

Rückforderung

Ziel der Klagen ist ein gerichtliches Verbot, Preiserhöhungen vorzunehmen und eine Verpflichtung der Veranstalter, bereits bezahlte Zusatzkosten an Konsumenten wieder zurückzuzahlen. "Im Falle eines positiven Gerichtsurteils können Konsumenten bereits bezahlte Zusatzkosten zurückverlangen", so Haupt. Reisenden, die noch vor ihrem Urlaubsantritt stehen, rät der Konsumentenschutzminister, allfällige Zusatzkosten nur unter dem Vorbehalt der Rückforderung zu zahlen.

Weiters organisiert der VKI eine "Geld zurück"-Aktion, indem er sich als Sammelstelle für derartige Konsumentenbeschwerden zur Verfügung stellt. "Konsumenten, denen von Veranstaltern im Zusammenhang mit Pauschalreisen Zusatzkosten wegen Treibstofferhöhungen in Rechnung gestellt wurden, sollen durch diese Aktion zu ihrem Recht kommen", so Haupt.(APA)

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