Plötzlicher Rückzug des Meeres vor Marseille um 20 Meter

1. September 2004, 14:06
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Forscher erklärt ungewöhnliches Phänomen mit unterseeischem Erdrutsch - Tsunami könnte Wasser abgezogen haben

Marseille - Ein ungewöhnliches Naturschauspiel hat die Badenden am Strand von Marseille überrascht. Urplötzlich zog sich das Meer um etwa 20 Meter zurück. Im Sporthafen Pointe Rouge sei der Wasserstand für eine halbe Stunde um etwa einen halben Meter zurückgegangen, teilte die Feuerwehr von Marseille am Mittwoch mit.

Der Meeresforscher Claude Millot vom Forschungszentrum CNRS erklärte das Phänomen mit einem unterseeischen Erdrutsch, der eine Flutwelle (Tsunami) ausgelöst haben könnte, die das Wasser vom Ufer abgezogen habe. Tsunamis treten vor allem in Ostasien nach unterseeischen Erdbeben auf und können verheerende Schäden anrichten. Aber auch in Europa sind sie möglich. 1979 löste ein Erdrutsch von 0,15 Kubikkilometern Masse bei Nizza eine solche Riesenwelle aus, die elf Menschen das Leben kostete.(APA/dpa)

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