Enttäuschendes Sommergeschäft

20. September 2004, 16:38
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Inlandsübernachtungen gingen im Juli um sechs Prozent zurück - Weniger Deutsche - Städtetourismus in Wien mit Zuwächsen

Wien - Der österreichische Tourismus hat in der ersten Hälfte der Sommersaison 2004 (Mai bis Juli) u.a. wegen der zahlreichen Niederschläge ein Nächtigungsminus von 1,1 Prozent auf 28,2 Mio. Übernachtungen verzeichnet. Die Ankünfte stiegen hingegen im selben Zeitraum um 2,1 Prozent auf 7,8 Millionen, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Die Zahl der Nächtigungen von ausländischen Gästen wuchs von Mai bis Juli um 0,8 Prozent, während jene von inländischen Gästen um 4,9 Prozent rückläufig war.

Im Juli ging die Zahl der Nächtigungen um 1,0 Prozent auf 13,6 Mio. Übernachtungen zurück. Bei ausländischen Gästen wurde ein Nächtigungsplus von 1,1 Prozent verzeichnet, während die Zahl der Inlandsnächtigungen kräftig um 6,0 Prozent zurück ging. Die Anzahl der Ankünfte stieg im Juli hingegen um 4,3 Prozent auf 3,2 Mio., was auf das vermehrte Kommen ausländischer Touristen zurückzuführen ist (plus 6,3 Prozent).

Deutsche Gäste zieren sich

In den ersten Hälfte der Sommersaison 2004 nächtigten die deutschen Gäste um 2,7 Prozent weniger, ebenso Gäste aus den Niederlanden (minus 6,0 Prozent). Erhebliche Nächtigungszuwächse konnten britische Gäste (plus 13,1 Prozent), Franzosen (plus 11,3 Prozent) und US-Amerikaner (plus 23,2 Prozent) erzielen. Bei den Nächtigungszuwächsen von Mai bis Juli steht Wien unangefochten an erster Stelle (plus 12,8 Prozent), gefolgt von Salzburg mit plus 3,9 Prozent, während in den verbleibenden Bundesländern die Entwicklung negativ verlief.

Das schlechte Wetter der ersten Julihälfte dürfte zu der im Vergleich zu Juli 2003 rückläufigen Aufenthaltsdauer geführt haben und manchen Gast zur vorzeitigen Abreise bewogen haben, meint die Statistik Austria.

Nächtigungsplus in Wien

Unter den nächtigungsstärksten Herkunftsländern blieben im Juli die Gästenächtigungen aus Deutschland (5,1 Mio.) unverändert, jene aus den Niederlanden waren stark rückläufig (minus 11,9 Prozent). Gästenächtigungen aus Belgien (plus 7,7 Prozent), der Schweiz (plus 1,5 Prozent), Italien (plus 9,4 Prozent) und aus den USA (plus 16,7 Prozent) bilanzierten positiv.

Nach Bundesländern wurde im Juli das mit Abstand höchste Nächtigungsplus von 13,9 Prozent in der Bundeshauptstadt erzielt. Damit konnte Wien den überaus positiven Trend der vergangenen Monate fortsetzen. Nächtigungsmäßig positiv konnten auch Niederösterreich (plus 1,8 Prozent) und Salzburg (plus 2,9 Prozent) den Juli abschließen. Die verbleibenden Bundesländer mussten hingegen Nächtigungsrückgänge zwischen 6,1 Prozent in Kärnten und 0,2 Prozent in Tirol hinnehmen.

Von Jänner bis Juli stiegen die Nächtigungen um 1,3 Prozent auf 74,8 Mio. Übernachtungen, die Ankünfte nahmen im selben Zeitraum um 3,3 Prozent zu. Nächtigungsrückgänge wurden im Burgenland (minus 5,9 Prozent), in Kärnten (minus 2,2 Prozent), in Oberösterreich (minus 0,5 Prozent) und in der Steiermark (minus 3,4 Prozent) verzeichnet. Die übrigen Bundesländer wiesen Nächtigungszuwächse zwischen 0,4 Prozent (in Vorarlberg) und 11,4 Prozent (in Wien) auf.(APA)

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    Im heurigen Sommer bleiben vor allem die deutschen Touristen aus

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