Drei Viertel der deutschen Unternehmen wollen auslagern

1. September 2004, 10:43
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IT-Bereiche am stärksten von Outsourcing betroffen

Fast drei Viertel der deutschen Unternehmen wollen Geschäftsbereiche auslagern. In rund 70 Prozent der Fälle setzen die Firmen dabei auf externe Dienstleister. Alternative Modelle wie die Ausgliederung in eine Tochtergesellschaft oder Kooperation mit anderen Unternehmen werden dagegen weniger genutzt, ergab die Studie "Erfolgsmodelle im Outsourcing" von Mummert Consulting und Inworks.

IT-Bereiche am stärksten von Outsourcing betroffen

Hauptsächlich vom Outsourcing betroffen ist demnach der IT-Bereich, der von rund 40 Prozent der befragten Unternehmen ausgelagert werden soll. Jedes fünfte Unternehmen gibt außerdem die IT-Entwicklung aus den Händen. Das Auslagern anderer Bereiche ist dagegen laut Studie die Ausnahme. Nur 18 Prozent der befragten Unternehmen planen, Betrieb, Vertriebsfunktion und Logistik an Outsourcing-Anbieter zu vergeben. Rechnungswesen, Geschäftsabwicklung und Personalwesen wollen noch weniger Unternehmen ausgliedern.

Kostensenkung<7b>

Hauptmotiv für Outsourcing ist laut Studie für die Mehrzahl der Unternehmen nach wie vor die Kostensenkung (54 Prozent). Fast die Hälfte will durch das Auslagern bestimmter Geschäftsbereiche die Flexibiltät erhöhen (48 Prozent) oder Geschäftsprozesse (46,5 Prozent) bzw. den Service verbessern (40,9 Prozent).

Wirkung

Nach den Ergebnissen der Studie zeigte Outsourcing allerdings bei 40 Prozent der Unternehmen nicht die gewünschte Wirkung. Im Schnitt sanken die Kosten nur um 17 Prozent, während die Unternehmen mit Einsparungen von rund 23 Prozent gerechnet hatten. Kaum Wirkung zeigte Outsourcing vor allem in der öffentlichen Verwaltung, wo nur 2,5 Prozent Kostensenkung realisiert wurden. In der Energiebranche konnten die Kosten dagegen um mehr als ein Viertel gesenkt werden. (pte)

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