Imageverluste für US-Autos

8. September 2004, 13:55
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Rabattschlacht mehr Schaden als Nutzen für Marke - Kaufanreize stiegen im Schnitt auf 4.088 Dollar pro Fahrzeug

Detroit - Die Rabattschlacht der drei großen amerikanischen Autohersteller GM, Ford und DaimlerChrysler hat den Wert von Fahrzeugen "made in USA" in den Augen der Verbraucher sinken lassen. Das geht aus der am Dienstag vorgelegten neuen US-Konsumentenanalyse hervor. Danach waren die Besitzer amerikanischer Autos trotz der Qualitätsoffensive der US-Hersteller der letzten Jahre unzufriedener mit ihren Wagen als die Fahrer japanischer oder europäischer Produkte.

Zwar könnten die US-Autobauer in puncto Qualität und Verlässlichkeit in der Umfrage mit der ausländischen Konkurrenz mithalten, hinkten jedoch beim Wert hinterher, erklärten die Autoexperten der Universität Michigan, die von April bis Juli rund 6.000 Fahrzeugbesitzer befragt hatten. Den Angaben zufolge beliefen sich im Juli die durchschnittlichen Aufwendungen für Kaufanreize bei General Motors, Ford und DaimlerChrysler auf 4.088 Dollar (3.337 Euro) pro Fahrzeug nach 4.000 Dollar im Jahr zuvor. Die Konkurrenten aus Japan kamen dagegen nur auf knapp 1.498 Dollar pro Fahrzeug und die europäischen Marken auf 2.783 Dollar.

Mehr japaner für sein Geld

Auf die Kunden wirkten die Kaufanreize so, als ob sie bei den Japanern am meisten für ihr Geld bekämen, erläuterte Professor Claes Fornell die Umfrageergebnisse. Wenn man einmal zu dieser Art von Verkaufsförderung zurückgegriffen habe, sei es schwer, wieder davon loszukommen. Bei Ford erklärte ein Sprecher, man hoffe, mit der Einführung neuer Modelle die finanziellen Kaufanreize wieder zurückfahren zu können.

Die US-Autohersteller hatten kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 damit begonnen, den schleppenden Absatz ihrer Fahrzeuge mit Kaufanreizen zu fördern. Daraus hat sich in der Folgezeit eine regelrechte Rabattschlacht entwickelt, die die Profite der Industrie dahinschmelzen ließ.(APA/AP)

  • Die Rabattschlacht der drei großen
amerikanischen Autohersteller GM, Ford und DaimlerChrysler hat den
Wert von Fahrzeugen "made in USA" in den Augen der Verbraucher sinken
lassen.
    foto: gm

    Die Rabattschlacht der drei großen amerikanischen Autohersteller GM, Ford und DaimlerChrysler hat den Wert von Fahrzeugen "made in USA" in den Augen der Verbraucher sinken lassen.

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