Superfund schmeißt Kafkas raus

1. September 2004, 14:09
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Rote Karte für Türken in Graz führte zur Trennung - Zellhofer erbost

Pasching - Tolunay Kafkas gehört ab sofort nicht mehr dem Kader des FC Superfund an. "Er wird nie wieder für uns spielen", erklärte Klubchef Franz Grad zum Rauswurf des türkischen Abwehrspielers. Damit zieht der T-Mobile-Fußball-Bundesligist die Konsequenzen aus den Undiszipliniertheiten des 36-Jährigen, dessen Vertrag ursprünglich noch bis Sommer 2005 gelaufen wäre. Über die Modalitäten der vorzeitigen Trennung wird noch verhandelt.

"Es sind einige Vorfälle gewesen, das Fass zum Überlaufen brachte zuletzt der Ausschluss in Graz", sagte dazu Trainer Georg Zellhofer, der den Rauswurf voll mitträgt. Kafkas, der 33 Mal den türkischen Teamdress getragen hatte und im Juli 2002 zum damaligen Aufsteiger gekommen war, wurde am Montag vom Bundesliga-Strafsenat für drei Spiele gesperrt, weil er am Wochenende im Auswärtsspiel gegen den GAK (2:1 für den Meister) nach einem Tritt gegen Tokic ausgeschlossen worden war.

"Ich habe immer versucht, Kafkas in Schutz zu nehmen und alles ins Lot zu bringen, aber sein Grazer Auftritt war für mich wie eine Watsch'n wie ich sie in 20 Jahren noch nie erlebt habe", meinte der enttäuschte Zellhofer, der über die spielerische Klasse Kafkas aber nichts kommen lässt. Der Glatzkopf, den die Oberösterreichern am Donnerstag im UEFA-Cup-Rückspiel gegen Zenit in St. Petersburg stark vermissen werden, wird nun mit Casino SW Bregenz in Verbindung gebracht. (APA)

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