Visitator Küng dementiert ARD-Bericht

2. September 2004, 16:52
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Die "ersten deutlichen Hinweise" hätten sich im November 2003 ergeben - Ultra-katholische Zeitschrift sammelte mehr als 3.000 Unterschriften für Krenn

Der Apostolische Visitator für die Diözese St. Pölten, Bischof Klaus Küng, weist Berichte zurück, dass die homosexuellen Ausschweifungen im Priesterseminar dem Vatikan und der österreichischen Bischofskonferenz schon seit zwei Jahren bekannt gewesen seien.

Dies berichtete der deutsche Fernsehsender ARD in einer TV-Dokumentation am Sonntag. Küng hält dem entgegen, die "ersten deutlichen Hinweise" hätten sich im November 2003 ergeben, als bei der Suche nach Viren im Computersystem pornografische Bilder entdeckt wurden.

Küng betont außerdem, ARD kein Interview gegeben zu haben. Es sei daher auch weder die Aussage gefallen, er sei auf eine "Mauer des Schweigens" gestoßen, noch habe er gesagt, dass alle Leitungsfunktionen im Bistum neu besetzt werden müssten, wie es in einem Vorbericht auf die Dokumentation hieß.

Mittlerweile hat die ultrakatholische Zeitschrift Der 13. nach eigenen Angaben "weit über 3000 Unterschriften" für Bischof Krenn gesammelt. Die Aktion trägt den Titel "Gerechtigkeit für Krenn!" und ist an Papst Johannes Paul II. gerichtet. (red/DER STANDARD; Printausgabe, 23.8.2004)

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