Boeing zuversichtlich über EU-Änderungen an Flugzeugbau-Abkommen

8. September 2004, 13:45
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Bush drohte mit Gang vor WTO wegen Airbus-Subventionen

Washington - Der US-Flugzeugbauer Boeing hat sich optimistisch geäußert, dass die Europäische Union (EU) im Streit mit den USA um Subventionen für seinen europäischen Konkurrenten Airbus einlenken wird. "Ich bin zuversichtlich, dass beide Regierungen Mitte September zusammenkommen und einen Weg definieren, wie die Hilfe zur Entwicklung (neuer Flugzeuge) abgeschafft werden kann", sagte der Boeing-Vizepräsident für Handelspolitik, Ted Austell, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

US-Präsident George W. Bush hatte vor einer Woche damit gedroht, vor der Welthandelsorganisation (WTO) gegen finanzielle Hilfen für Airbus zu klagen, sollte die EU die Subventionen nicht freiwillig unterbinden. Boeing war im vergangenen Jahr von Airbus als Weltmarktführer für Zivilflugzeuge abgelöst worden.

"Keine weitere Hilfe"

"Unsere Botschaft ist ganz einfach", sagte Austell. "Keine weitere Hilfe." Die Europäische Kommission hatte sich grundsätzlich offen für Änderungen am Staatshilfe-Abkommen mit den USA für Flugzeugbauer gezeigt. Allerdings würden die Beihilfen für Boeing genauso unter die Lupe genommen wie die für die EADS-Tochter Airbus, hatte eine Kommissionssprecherin erklärt. Das Abkommen, das Unternehmen aus der Branche zum Teil höhere Subventionen gestattet, als nach den Regeln der WTO zulässig sind, war im Jahr 1992 abgeschlossen worden.

Boeing wirft Airbus vor, ungerechtfertigte staatliche Subventionen zu erhalten. Airbus erklärte hingegen, lediglich Darlehen zu bekommen, die im Einklang mit dem Abkommen stünden. (APA/Reuters)

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