Beschlagnahmte Raubkopien erwiesen sich als Import-DVDs

12. September 2004, 11:53
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Filmindustrie konfiszierte "Hellboy"-DVDs bei Autogrammstunde im Glauben es wären Raubkopien

Beim diesjährigen Fantasy Film Fest in Berlin kam es während einer Autogrammstunde zu einer DVD-Beschlagnahme durch Vertreter der Filmindustrie. Die vermeintlichen Raubkopien des Films "Hellboy" erwiesen sich jedoch als legale Import-DVDs, berichtet Golem.

Raubkopie-Angst verunsichert Filmbranche

Nach der Vorpremiere des Film kam es während der Autogrammstunde mit dem Hellboy-Regisseur Guillermo del Toro zu einer Blitzaktion der Filmindustrie; Fans der Comic-Serie wollten sich vom Regisseur ihre DVDs signieren lassen. Der Film läuft jedoch erst in einem Monat offiziell in den deutschen Kinos an. Daher wähnten sich Vertreter der Verleihfirma Columbia TriStar im Glauben es müsse sich um Raubkopien handeln und beschlagnahmten die vermeintlichen illegalen DVDs. s handelte sich jedoch um legal erworbene Import-DVDs - in den US-Kinos startete Hellboy bereits Ende März 2004 und seit Ende Juli 2004 wird die Region-1-DVD des Films im Handel angeboten.

Rückgabe mit Autogrammen

Die Besitzer der legal erworbenen Import-DVDs bekamen ihren Besitz trotz heftigem Protest nicht zurück. Erst einige Tage später klärte sich der Vorfall. Laut Golem bedauerte Columbia Tristar das Versehen und hat mittlerweile alle DVDs an die Besitzer zurück gesendet - samt Autogrammen des Regisseurs und des Hauptdarstellers, Ron Perlman, der bei der offiziellen Autogrammstunde keine DVDs unterzeichnet hatte.(red)

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    Der Regisseur des Films, Guillermo del Toro (rechts) mit seinem Hauptdarsteller Ron Perlman.

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