TA-Betriebsrat will "in Ruhe arbeiten"

8. September 2004, 14:15
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Kolek: "Die Möchtegern-Verscherbler haben genug Schaden angerichtet"

Wien – Der Zentralbetriebsrat der Telekom Austria äußerte sich heute in einer Aussendung "zufrieden" zum Scheitern des Swisscom-Deals. "Die klare und konsequente Gewerkschaftsposition hat sich durchgesetzt", meint TA-Betriebsratschef Michael Kolek in einer Aussendung.

Laut einer IFES-Blitzumfrage von gestern haben sich 69 Prozent gegen einen Verkauf der Telekom ausgesprochen, nur 12 Prozent waren dafür, berichtet die Gewerkschaft. "Bei ihrem geplanten Deal sind die Möchtegern-Verscherbler im wesentlichen über sich selbst gestolpert. Weder eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen noch ausreichende politische Unterstützung waren zu erwarten." Bei einer Übernahme durch die Swisscom hätten die Auflösung der Firmenstruktur und die Gefahr der Auslagerung ganzer Firmenbereiche gedroht, so Kolek weiter.

"Faule Ausreden"

"Erstaunlich ist, mit welcher Geschwindigkeit der 100-Prozent-Privatisierer Grasser jetzt sein eigenes Kind verleugnet und mit faulen Ausreden das Weite sucht", lässt Kolek seiner Kritik an Finanzminister Grasser Luft. "Nach dieser gescheiterten Ausverkaufs-Aktion ist der TA-Kurs im Keller, die Aktionäre sind die Verlierer. Jetzt soll man uns endlich in Ruhe arbeiten lassen und die Telekom aus der Tagespolitik heraushalten, ein politisches Pokerspiel um Vorstandsposten wäre jetzt kontraproduktiv", meint Kolek abschließend. (red)

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