Websites oft wenig werbetauglich

26. September 2004, 08:37
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Firmen-Internetauftritte teilweise mangelhaft

Laut Statistik Austria verfügen 89,4 Prozent aller heimischen Unternehmen über eine eigene Website. Als taugliches Marketinginstrument gehen viele dieser Firmen-Internetauftritte aber ins Leere.

Ernüchterndes Fazit

In einer vom Deutschen Multimedia Verband (DMMV) in Auftrag gegebenen Analyse wurde die Marketingtauglichkeit von Firmenwebsites unter die Lupe genommen. Das ernüchternde Fazit: Bei mehr als der Hälfte der rund 200.000 untersuchten Websites ist nicht nur die technische und designerische Umsetzung mangelhaft, vor allem aber fehlt es an Serviceangeboten.

"Marketingaspekt bleibt auf der Strecke"

"Klickt man diverse Websites von kleineren Unternehmen einmal durch, stellt man fest, dass es sich in Österreich damit nicht besser verhält", sagt der Webspezialist Rainer Imb, der mit "Webfruits" eine schlüsselfertige Lösung für aktualisierbare Websites und Webshops im KMU-Bereich anbietet. "Das Problem liegt vor allem daran, dass kleinere Unternehmen die Website als reine EDV-Sache ansehen. Der eigentlich ausschlaggebende Marketingaspekt bleibt auf der Strecke."

Gesamtmarketingkonzept

Ähnliche Erfahrungen hat Heinz Duschanek vom Onlinemarketing-Unternehmen E-Werkstatt gemacht. "Viel zu oft wird die Gestaltung der Website dem familiären Nachwuchs überlassen." Die Folge seien oft nicht nur technisch unzulängliche Websites, sondern sie würden kaum ihren Zweck erfüllen: Kunden auf das Unternehmen aufmerksam zu machen und sie zu gewinnen. In Seminaren für Unternehmensgründer zeigt Duschanek Wege auf, wie man es besser machen kann. Ganz wesentlich ist für ihn, dass der Internetauftritt Teil eines Gesamtmarketingkonzepts sein soll.

Ohne Konzept gebe es keine richtige Zielsetzung, bestätigt Rainer Imb: "Mein Ziel kann sein, über die Website neue Kunden zu gewinnen, die Kundenbindung zu verstärken oder eine bestimmte Anzahl an Onlinebestellungen zu generieren. Oft bleibt es aber eine simple Visitenkarte im Internet."

Damit brächten sich die Unternehmen nicht nur um Chancen, sondern auch um bares Geld. (kat/DER STANDARD, Printausgabe, 20.8.2004)

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