Die Swisscom "bedauert"

8. September 2004, 14:13
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Jens Alder: "Eine vergebene Chance"

Wien/Zürich - Die Swisscom könne die Gründe für das Scheitern des Deals mit der Telekom nachvollziehen, bedauere aber den Ausgang. Eine Chance oder Option wurde vertan, sagte der Vorstandsvorsitzende der Swisscom, Jens Alder, in einer Telefonkonferenz. "Ich bin enttäuscht." Aussagen aus dem Finanzministerium und dem ÖIAG-Aufsichtsrat, auch in der Schweiz hätte es zu wenig politische Rückendeckung gegeben, trat Alder entgegen: "Unsere Regierung mischt sich nicht in die Unternehmenspolitik ein, ein Ja von unserem Verwaltungsrat hätte ein klares Ja von der Regierung nach sich gezogen, das ist gar keine Frage." In Österreich hätte es eine "politische Güterabwegung gegeben", die nun gegen das Projekt ausgegangen wäre.

Bis auf weiteres wäre "in absehbarer Zukunft" eine Partnerschaft mit der Telekom vom Tisch, obwohl: "Never say never".

Die Verhandlungen mit der ÖIAG beurteilte Alder als "sehr professionell". "Ich habe Herrn Michaelis als kompetenten Gesprächspartner kennen gelernt. Dass dann politisch der Zug in eine andere Richtung ging, ist eine andere Geschichte."

Die Swisscom wird sich nun auf die Suche nach anderen Investitionsmöglichkeiten begeben und auch ihr Aktienrückkaufprogramm weiter führen. "Bleibt Geld über, bekommen das die Aktionäre." (Michael Moravec, Der Standard, Printausgabe, 20.08.2004)

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