Belgien entsendet Sonderbotschafter

29. September 2004, 06:36
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Sanktion der EU nicht ausgeschlossen - Verschiebung der Wahlen möglich

Brüssel/Daressalam/Nairobi - Wegen der zunehmenden Spannungen nach dem Massaker an kongolesischen Tutsi-Flüchtlingen im Lager Gatumba in Burundi schickt Belgien einen Sonderbotschafter nach Afrika. Jan Mutton werde am Freitag in der Demokratischen Republik Kongo eintreffen und anschließend nach Burundi, Ruanda, Uganda und Südafrika weiterreisen, teilten die belgischen Behörden am Donnerstag mit. Ein Sprecher des Außenministeriums in Brüssel wollte Sanktionen der Europäischen Union gegen Gruppierungen, die an dem Blutbad beteiligt waren, nicht ausschließen.

Verschiebung der Wahlen

Beobachter rechnen unterdessen mit einer Verschiebung der für Oktober geplanten ersten Wahlen nach dem elf Jahre dauernden Bürgerkrieg in Burundi. Sie befürchten, dass die FNL-Rebellen den Normalisierungsprozess im Land stören werden, weil sie am Mittwoch nicht am Friedensgipfel im tansanischen Daressalam beteiligt waren. Die Konferenz ratifizierte ein Abkommen über die künftige Machtverteilung in Burundi und erklärte die FNL wegen des Massakers in Gatumba zu einer Terrororganisation. (APA/AP/dpa)

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