40 Prozent Regierungsbeteiligung für Tutsis

29. September 2004, 06:36
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Abkommen ratifiziert: "Angemessener Kompromiss und Mechanismus, um das ethnische Gleichgewicht zu wahren"

Dar Es Salaam - Die Staats- und Regierungschefs von Burundi, der Demokratischen Republik Kongo, von Südafrika, Mosambik, Sambia und Tansania haben am Mittwoch ein Abkommen zur Machtteilung zwischen den verfeindeten Volksgruppen der Hutu und Tutsi in Burundi unterstützt. Das Dokument sei "der angemessene Kompromiss und Mechanismus, um das ethnische Gleichgewicht zu wahren", hiess es in einer gemeinsamen offiziellen Erklärung nach dem Treffen in der tansanischen Hafenstadt Dar Es Salaam.

Grundlage für Verfassung

Das Abkommen war Anfang des Monats in Südafrika von den beiden Volksgruppen unterzeichnet worden. Mit Ausnahme von zehn Tutsi-Gruppen hatten die meisten politischen Parteien in Burundi die Einigung unterschrieben. Der Text soll als Grundlagefür eine Verfassung dienen, die theoretisch schon im November in Kraft treten könnte.

Regierungsbeteiligung

Gemäß dem Abkommen sollen an der burundesischen Regierung künftig 40 Prozent Tutsi beteiligt sein. Sie machen nur etwa 14 Prozent der Bevölkerung aus, besetzen aber zahlreiche Schlüsselpositionen. In dem elf Jahre dauernden Bürgerkrieg, in dem es vor allem um die Machtverteilung zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit ging, kamen etwa 300.000 Menschen ums Leben.(APA/dpa/red)

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    Der Präsident Tansanias, Benjamin Mkapa (re.), und sein kongolesischer Amtskollege Joseph Kabila auf dem Weg zur Konferenz.

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