Haubner gegen Adoptionsrecht für homosexuelle Paare

16. September 2004, 10:21
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FPÖ-Chefin: Kinder brauchen Väter und Mütter - Max Walch: Gleichgeschlechtliche Beziehung "nicht normal"

Wien - FPÖ-Chefin Ursula Haubner hat einem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare eine klare Absage erteilt. "Mit der FPÖ in der Regierung wird es keinerlei Adoptionsmöglichkeiten für gleichgeschlechtliche Paare geben", so Haubner in einer Aussendung am Donnerstag.

Studien zeigten, wie wichtig es für Kinder sei, verschiedengeschlechtliche "Role models" zu haben. "Für die Entwicklung unserer Kinder ist es wichtig, sowohl mit einer weiblichen, als auch einer männlichen Bezugsperson aufzuwachsen - Kinder brauchen sowohl Väter als auch Mütter", so die Familienstaatssekretärin. Selbstverständlich sei aber auch ein heterosexuelles Elternpaar kein Garant für eine behütete und glückliche Kindheit. Es stehe jedem frei, seine Form der Partnerschaft zu wählen und zu leben, aber gerade im Interesse der Kinder sei die von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer geforderte Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare abzulehnen.

Walch: "Gegen die Natur"

Entschieden gegen Verbesserungen für gleichgeschlechtliche Beziehungen sprach sich am Donnerstag der FPÖ-Abgeordnete Max Walch aus. "Wir haben in Österreich wirklich wichtigere Probleme, um die wir uns kümmern müssen als die Homo-Ehe. Es ist eben nicht normal eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu führen, geschweige denn in so einer Beziehung auch noch Kinder zu adoptieren. Es ist auch gegen die Natur an sich, denn für eine Familie und Erziehung eines Kindes sind Mann und Frau zuständig," so Walch in einer Aussendung.

Es gebe so viele Punkte im arbeitsrechtlichen und sozialen Bereich, die noch umgesetzt werden müssten, wie z.B. die Pensionsharmonisierung, weitere Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten, weitere Angleichung von Arbeitern und Angestellten usw.; diese Probleme sind viel wichtiger als eine gesetzliche Gleichstellung von Homo-Beziehungen", erklärte Walch.

Im Gegensatz dazu hatte FPÖ-Justizministerin Karin Miklautsch erklärt, über registrierte Partnerschaften für Homosexuelle könne man nachdenken. Eine Homo-Ehe habe in ihrem Wertebild aber keinen Platz. (APA)

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