Großes Loch im AMS-Budget

9. September 2004, 13:33
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Hohe Arbeitslosigkeit bringt Arbeitsmarktservice in Finanznöte: Bis zu 200 Millionen Euro fehlen - Heuer wird erstmals seit 1995 wieder ein Kredit aufgenommen

Wien - Dem Arbeitsmarktservice (AMS) fehlen laut dessen Chef Herbert Buchinger bis zu 200 Millionen Euro. Im Gespräch mit der "Presse" (Donnerstagsausgabe) berichtet Buchinger, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich heuer nicht - wie erwartet - zurückgehen, sondern zumindest bei 240.000 Betroffenen stabil bleiben werde; möglicherweise drohe aber sogar ein Anstieg um bis zu 8.000 Arbeitslose. Dies bringe das AMS in Budgetnöte: Heuer werde erstmals seit 1995 wieder ein Kredit aufgenommen werden müssen, so Buchinger.

Der AMS-Chef will diesbezüglich Angebote von der Bundesfinanzagentur prüfen lassen und rechnet mit den gleichen Konditionen wie für den Bund. Auch vom Finanzministerium gebe es Signale für einen Zuschuss.

Mehr Geld soll es in Zukunft für Jugendliche und Langzeitarbeitslose geben, weniger für Ältere, deren Lage sich etwas gebessert habe. Die Experten des AMS seien gerade dabei, Pläne für die Umschichtung der Fördermittel zu erstellen, so Buchinger in der "Presse" weiter. Die Arbeitslosen sollen den budgetären Druck jedenfalls nicht zu spüren bekommen, lautet das Ziel des AMS. (red)

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