Agfa verkauft Fotogeschäft

20. September 2004, 14:49
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Management-Buy-out um 175 Mio. Euro

Der belgische Agfa-Konzern trennt sich im Zuge eines Management-Buy-outs (MBO) von seinem Fotogeschäft. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wird das gesamte Imaging-Business abgegeben. Der Kaufpreis, den ein Management-Konsortium sowie zwei US-Finanzpartner dafür berappen müssen, beläuft sich auf 175 Mio. Euro. Agfa will sich künftig auf den Gesundheitsbereich (Health Care) und graphische Systeme konzentrieren.

"Wir werden AgfaPhoto als mittelgroßes Unternehmen betreiben, mit maximaler Flexibilität, um auf die rasch ändernden Marktbedingungen reagieren zu können"

Im Zuge des MBOs werden alle zum Imaging-Business gehörenden Bereiche wie Film, Finishing und Laborausrüstung abgegeben. Die neue Firma soll unter dem Namen AgfaPhoto firmieren und die rund 2.870 Beschäftigten der bisherigen Imaging-Sparte des ehemaligen Mutterkonzerns übernehmen. An AgfaPhoto werden eine Beteiligungsholding namens NannO, das Management und die beiden US-Investoren Abrams Capital und Highfields Capital beteiligt sein. "Wir werden AgfaPhoto als mittelgroßes Unternehmen betreiben, mit maximaler Flexibilität, um auf die rasch ändernden Marktbedingungen reagieren zu können", sagte Hartmut Emans, Managing Director der NannO Beteiligungsholding.

Weniger Umsatz

Der Verkauf des Fotogeschäfts wird sich bei Agfa in einem nicht cashwirksamen Buchverlust von 430 Mio. Euro niederschlagen, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig mit der Abgabe seines Imaging-Bereichs gab das belgische Unternehmen auch seine Halbjahres-Zahlen bekannt. Dabei fiel der Umsatz um fast 12 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Der nunmehr abgegebene Fotobereich verzeichnete einen Rückgang der Erlöse von fast 18 Prozent auf 363 Mio. Euro. Das operative Ergebnis des Gesamtkonzerns betrug minus 320 Euro gegenüber einem Plus von 189 Mio. Euro im Jahr zuvor.(pte)

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