Standard & Poor's vergibt "A"-Rating für Wiener Städtische

17. September 2004, 16:53
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Geyer sieht mit Finanzkraft-Bewertung den Unternehmenskurs bestätigt - CEE-Präsenz positiv hervorgehoben: Polen profitabel machen - Künftig vor allem organisches Wachstum

Wien - Die mit Vorzugsaktien börsenotierte Wiener Städtische Allgemeine Versicherung AG hat von der internationalen Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) heute, Donnerstag, das "long-term counterpart credit and insurer financial strength rating" "A" erhalten, wie die Städtische am Vormittag mitteilte. Damit bestätige S&P die finanzielle Stärke der Wiener Städtischen Gruppe. Der Ausblick für das Rating wurde demnach als "stabil" bewertet.

"Sehr zufrieden"

Städtische-Generaldirektor Günter Geyer zeigte sich mit dem Rating "sehr zufrieden". Es sei "eine eindeutige Bestätigung des erfolgreichen Kurses" des Unternehmens und unterstreiche die starke Position am österreichischen und zentraleuropäischen Versicherungsmarkt. Auch künftig werde man den Weg der konsequenten Prozessoptimierung, der Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses und des Ertragssteigerungsprogramms fortsetzen.

Das Rating reflektiere die finanzielle Stärke der Wiener Städtischen Gruppe mit der Wiener Städtische AG als Kerngesellschaft. In der Bewertung von S&P werde die starke Position der Gruppe am heimischen, tschechischen und slowakischen Versicherungsmarkt hervorgehoben.

Zudem habe S&P die solide und starke Kapitalausstattung der Gruppe, die vorsichtige und gut diversifierte Kapitalveranlagung sowie die konservative Rückversicherungsstrategie als weitere Faktoren hervorgehoben, die sich positiv auf das Rating ausgewirkt hätten, sagte Geyer am Donnerstag zur APA. Die Combined-Ratio nach Rückversicherung liege im Konzern unter 100 Prozent, für die AG hatte die Städtische in der Halbjahres-PK im Juli 89 Prozent genannt, nach 91 Prozent ein Jahr zuvor.

CEE-Akquisitionen verbesserungswürdig

Als verbesserungswürdig sehe S&P die jüngsten CEE-Akquisitionen der Städtischen vor allem in Polen (Compensa/Heros) an, die voll integriert und profitabel gemacht werden müssten, so Geyer weiter. Dies wisse man aber ohnedies selbst. Ohne diese Einschränkung "hätten wir von S&P vielleicht sogar ein ein 'A+' bekommen", meint der Versicherungs-Generaldirektor.

Laut S&P profitiere die Wiener Städtische von einer hohen Diversifikation in den Geschäftsfeldern und einem exzellenten Vertriebsapparat. In der Zukunft sei ein vor allem organisches Wachstum der Gruppe zu erwarten, da die Expansion in Zentraleuropa größtenteils als abgeschlossen gelte, so die Wiener Städtische.

Den stabilen Ausblick, der Geyer besonders freut, stütze die Rating-Agentur auf die Erwartung, dass die Gruppe ihre Ertragskraft durch ihre starke Wettbewerbsposition in Zentral/Osteuropa kontinuierlich verbessere. Die Städtische hat das interaktive Versicherungsrating von S&P erstmals erhalten. Für die österreichische UNIQA hatte S&P das "A"-Rating im Frühjahr bestätigt. (APA)

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