Ein bisschen Formil für "Spiegel"

3. September 2004, 23:29
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Jakob Augstein bekämpft vor Kartellbehörden, dass Gruner + Jahr "Spiegel"-Anteil aufstocken darf

Jakob Augstein, einer der vier Sprösslinge und Erben des "Spiegel"-Gründers Rudolf Augstein, zieht seine Kreise in den deutschen Zeitungen. Er bekämpft vor den Kartellbehörden, dass die Bertelsmanntochter Gruner + Jahr ihren Anteil am "Spiegel" um 0,5 auf 25,5 Prozent aufstocken darf, wie Augstein senior noch verfügte. Zusammen mit der "Spiegel"-Belegschaft, die auf 50,5 Prozent aufstocken darf, hätte der Hamburger Großverlag das Sagen.

Obwohl ihm auch der "stern" gehört, betont der Junior: "Es ist für die Medienvielfalt in Deutschland nicht gut, wenn ein Verlag die beiden großen Nachrichtenmagazine kontrolliert." Focus freilich gehört Burda. G + J wäre auch mit den 25,5 Prozent weit entfernt von österreichischen Verhältnissen: Hier kontrollieren die Hamburger mit "News", "profil" und "Format" alle aktuellen politischen Magazine bei einem Vielfachen ihrer deutschen Marktanteile. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 19.8.2004)

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