Bischof Laun fordert "erheblich mehr Steuern für Kinderlose"

16. September 2004, 10:39
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Salzburger Weihbischof gegen Gleichstellung, "weil die beiden Verbindungen eben nicht 'gleich' sind"

Salzburg - Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun sprach sich gegenüber kath.net gegen eine Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe aus. Die Einführung der so genannten "Homo-Ehe" sei "ein in sich widersprüchliches Unterfangen" und zeige die "Verwirrung in unserer Zeit", so Laun.

Mit einer Gleichstellung wäre "in Wirklichkeit eine Ungleichstellung, weil die beiden Verbindungen eben nicht 'gleich'" seien. Laun fragt: "Ehepaare haben besondere Rechte wegen ihrer besonderen Leistung für die Gesellschaft. Warum sollen Homosexuelle besondere Rechte ohne Leistung erhalten?" Homosexuelle Partner hätten grundsätzlich keine Kinder und hätten es daher wirtschaftlich viel leichter als eine Familie: "Beide können verdienen, beide Karriere machen. Warum sie fördern?"

Kinderlose sollten für Laun überhaupt "erheblich mehr Steuer zahlen als Eltern", auch Priester und Bischöfe seien hier nicht ausgenommen.

Im Gegensatz zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften sollte vielmehr die Familie gefördert werden. Laun: "Wir haben in dramatischem Ausmaß zu wenige Kinder. Wir müssen alles tun, um Frauen zu ermöglichen und zu ermutigen, Kinder zu bekommen und sie zu erziehen. Daher muss all unsere Kraft in diese Richtung gehen. Heute noch unfruchtbare Beziehungen zu fördern, ist eine Vogel-Strauss-Politik, wie sie realitätsfremder nicht gedacht werden kann." (red)

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