Swiss reduziert Verluste

8. September 2004, 13:45
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Turnaround wie erwartet nicht geschafft - Umsatz ging im ersten Halbjahr von 2,098 auf 1,768 Milliarden Euro zurück

Basel - Wie erwartet noch kein Turnaround bei der Airline Swiss in Sicht. Der Verlust wurde allerdings auf 33 Mio. Franken (21,5 Mio. Euro) reduziert, nachdem er in der Vorjahresperiode noch 333 Mio. Franken betragen hatte. Das Minus beim Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte von 346 Mio. auf 19 Mio. sFr gedrückt werden, teilte die Airline am Dienstag mit. Der Umsatz ging gleichzeitig von 2,098 Mrd. Franken auf 1,768 Mrd. Franken zurück.

Im Ergebnis ist ein einmaliger Ertrag von 68 Mio. sFr aus der Auflösung von Reserven nach der Beilegung des Rechtsstreits mit AOM Air Liberte enthalten. Die flüssigen Mittel reduzierten sich im Vergleich zum ersten Quartal um 61 auf noch 353 Mio. Franken. Sie lagen laut Swiss damit über dem Plan.

Beschwerlicher Weg in die Gewinnzone

Der Fluggesellschaft gehe es nach der einschneidenden Restrukturierung und dem turbulenten Jahr 2003 zwar merklich besser, heißt es in der Erklärung. Doch bleibe der Swiss ein beschwerliches Stück Weg in die Gewinnzone. Allerdings sollen einzelne Strecken, insbesondere in Europa, unter die Lupe genommen werden. Dies gelte sowohl für die Verbindungen ab Basel und Genf als auch für das Drehkreuz Zürich.

Keine neuen Sparmaßnahmen

Einschneidende neue Sparmaßnahmen gab die Swiss zunächst nicht bekannt. Doch wird die Führungsstruktur angepasst. Die Zahl der Arbeitsplätze ging in den ersten sechs Monaten um 820 auf noch 7.525 Vollzeitstellen zurück.

Wie der neue Konzernchef Christoph Franz mit der Swiss endlich in die schwarzen Zahlen fliegen will, bleibt vorerst unbeantwortet. Medienvertreter erwarten, dass die Swiss an der am Nachmittag stattfindenden Medienkonferenz Stellung zu zahlreichen Gerüchten nehmen wird.

Spekuliert wird unter anderem über einen weiteren drastischen Stellenabbau, Verkauf an eine ausländische Airline, Liquiditätsprobleme und Konzentration auf Zürich, um nur die brisantesten Spekulationen zu nennen. (APA/sda/AP)

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