ÖVP könnte Absolute zurückerobern

16. September 2004, 14:36
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Umfrage sagt beträchtliche Verluste für FPÖ und Zugewinne für SPÖ und Grüne voraus

Wien - Die Vorarlberger ÖVP könnte bei der Landtagswahl am 19. September die absolute Mehrheit zurück erobern. Fünf Wochen vor der Wahl liegt die Partei von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) in der Sonntagsfrage bei 52 Prozent. Die FPÖ, derzeit Nummer Zwei in der Vorarlberger Landesregierung, hätte laut einer aktuellen OGM-Umfrage mit empfindlichen Verlusten zu rechnen. SPÖ und Grünen werden dagegen deutliche Gewinne vorhergesagt.

Die Stimmungslage vor Beginn des Intensivwahlkampfs in Vorarlberg: Während die ÖVP ihre 1999 erstmals verlorene absolute Mandatsmehrheit wieder erobern könnte, sinkt die FPÖ in der Umfrage von 27 auf 16 Prozent ab. Die SPÖ kann sich mit ihrer neuen Parteichefin Elke Sader erholen und kommt nach dem historischen Tiefststand von vor fünf Jahren (12,99 Prozent) in der Umfrage auf 19 Prozent. Die Grünen liegen bei elf Prozent (1999: 6,03).

"Im Trend"

Damit liegen die Vorarlberger Grünen "im Trend der Bundespartei", wie OGM-Politologe Peter Hajek betont. Für die FPÖ birgt die Umfrage, trotz der zu erwartenden Verluste, auch eine positive Nachricht. Hajek: "Die Freiheitlichen dürften ihr Wellental durchschritten haben. Vor einem Jahr lag die FPÖ bei 13 Prozent, nun hält sie hochgerechnet bei 16 Prozent. Trotzdem werden die Verluste gegenüber der Landtagswahl 1999 beträchtlich sein."

Insgesamt wird der Wahlausgang laut Hajek stark vom Antreten einzelner politischer Splittergruppen wie "Vau heute" abhängen. "Speziell FPÖ und Grüne könnten davon betroffen sein", glaubt Hajek.

Die bevorzugte Koalitionsvariante der Vorarlberger ist der Umfrage zufolge die derzeitige ÖVP-FPÖ-Regierung (25 Prozent). Dahinter folgen eine schwarz-rote Zusammenarbeit (22 Prozent) sowie eine schwarz-grüne Koalition (18 Prozent). Eine Alleinregierung der ÖVP wünschen sich dagegen nur zwölf Prozent der Befragten.

Bei der telefonischen, repräsentativen Umfrage wurden Anfang der Woche 400 wahlberechtigte Personen befragt. Die Schwankungsbreite liegt bei plus/minus fünf Prozent. (APA)

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