IBM sucht tausende neue Mitarbeiter

8. September 2004, 14:03
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2004 werden deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet

New York - Der US-Computerhersteller IBM wird in diesem Jahr mindestens 8800 mehr Arbeitsplätze schaffen als noch vor einem Jahr erwartet.

Das Unternehmen begründete den geplanten Stellenausbau unter anderem mit seinem Wachstum im Dienstleistungsgeschäft. Weltweit sollen demnach im laufenden Jahr 18.800 neue Mitarbeiter eingestellt. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein Unternehmenssprecher an, die Zahl der Neueinstellungen könne bis zu 15.000 steigen. "Wir sehen anders als einige unserer Wettbewerber Wachstum", erklärte IBM-Sprecher John Bukovinsky. Das Unternehmen geht nun davon aus, das Jahr 2004 mit insgesamt mehr als 330.000 Mitarbeitern zu beenden - eine Steigerung von rund 3,5 Prozent zum Vorjahr.

Ungewöhnliche Entwicklung

Für den Technologiesektor ist das eine zurzeit ungewöhnliche Entwicklung. Vom ersten auf das zweite Quartal dieses Jahres hat die Zahl der Stellenstreichungen in der Computer-Industrie um fast 180 Prozent auf 13.465 zugelegt, wie eine Studie der Beratungsfirma Challenger, Gray & Christmas ergab. IBM dürfte Ende 2004 fast so viele Mitarbeiter haben wie Ende 1991, als das Unternehmen 344.000 Menschen beschäftigte. Mitte der 80er Jahre waren es noch mehr als 400.000 Beschäftigte gewesen.

Die Hälfte der Neueinstellungen dieses Jahres soll auf Asien entfallen, nur rund ein Drittel der Stellen soll in den USA entstehen. Dies belegt wiederum den Trend der Technologiebranche, sich verstärkt in Billiglohnländern anzusiedeln. Bukovinsky erklärte die Schaffung der meisten Arbeitsplätze in Asien damit, dass die Volkswirtschaften dort schneller wüchsen, woraus sich dort eine größere Nachfrage nach Informations-Technologien ergebe. In der Zahl der Neueinstellungen seien keine Entlassungen und auch keine möglichen Neueinstellungen im Zusammenhang mit der etwaigen Übernahme anderer Unternehmen oder Projekte enthalten. 10.000 Mitarbeiter wurden nach Unternehmensangaben bereits in der ersten Jahreshälfte eingestellt, 3000 weitere im Juli.(APA/Reuters)

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