Parteien setzen im Wahlkampf auf Prominenz

16. September 2004, 14:36
1 Posting

Nur die Volkspartei verzichtet auf bekannte Gäste

Bregenz - Mit dem Startschuss zur "Landeshauptmann-Tour", die Landeshauptmann Herbert Sausgruber durch ganz Vorarlberg führen wird, hat die Vorarlberger ÖVP, heute, Freitag, den offiziellen Wahlkampf für die Landtagswahl am 19. September eröffnet. Die anderen Parteien steigen erst in zehn Tagen oder noch später in den Wahlkampf ein. Mit Ausnahme der Volkspartei zählen dabei alle Fraktionen auf prominente Unterstützung.

Josef Broukal (SPÖ), Alexander Van der Bellen und Peter Pilz (Grüne), Hans Peter Martin (Vau-heute), alle haben sie ihr Kommen zum Wahlkampfauftakt "ihrer" Parteien zugesagt. Ebenfalls auf klingende Namen setzt die FPÖ, allerdings aus der Welt des Sports und mit Lokalkolorit: Formel 1-Rennfahrer Christian Klien sowie der Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, der in Vorarlberg bestens bekannte Ralph Krueger, finden sich zu einem "Lehrlings-Event" am 17. August im Ländle ein.

"Eigenständiger Wahlkampf"

Die Volkspartei rechnet derzeit nicht mit der Teilnahme prominenter ÖVP-Bundespolitiker an ihren Wahlkampfveranstaltungen. "Wir setzen auf unseren eigenen Kandidaten und wollen einen eigenständigen Wahlkampf führen", soll Landeshauptmann Sausgruber laut Auskunft von ÖVP-Wahlkampfleiter Markus Wallner im Mittelpunkt stehen. Selbstverständlich werde die Teilnahme aber "niemandem verboten, falls jemand kommt".

Im Unterschied zur ÖVP starten die anderen Parteien deutlich später in den offiziellen Wahlkampf: SPÖ und Vau-heute in genau zwei Wochen, am 20. August, die Grünen noch vier Tage später am 24. August. Die Freiheitlichen verzichten auf eine Wahlkampfauftaktveranstaltung und werden sich laut Wahlkampfleiter Gerhard Dingler "bei mehreren Events" präsentieren.

Alle Fraktionen haben bereits angekündigt, im Wahlkampf intensiven Kontakt zum Wähler zu suchen. Dies ist für Wallner auch der Grund für den früheren Starttermin der ÖVP. "Für einen klassischen Wahlkampfauftakt wäre es am 6. August tatsächlich zu früh", so Wallner. (APA)

Share if you care.