Pisanu versicherte, die ersten Lager könnten "bereits in zwei Monaten" errichtet werden. Es handle sich dabei um "mobile Strukturen". Gedacht sei zunächst an "Zeltstädte mit Feldküchen und medizinischer Notversorgung", die als "Sammelstellen für den organisierten Rücktransport der Flüchtlinge in ihre Heimatländer" dienen sollten. Dort könnten auch Asylanträge geprüft werden.
"Konzentrationslager"
Dagegen sprach die italienische Caritas von "Konzentrationslagern, in denen das Asylrecht für Verfolgte und Kriegsflüchtlinge nicht sichergestellt" sei.
EU-Kommissionspräsident Romano Prodi erklärte nach einem Telefongespräch mit Staatschef Muammar Gaddafi, die libysche Regierung sei "mit einer internationalen Lösung des Flüchtlingsproblems durchaus einverstanden". Der für Einwanderungsfragen zuständige italienische Präfekt Alessandro Pansa verhandelte am Donnerstag mit der Regierung in Tripolis über die Lieferung von Schnellbooten und Radargeräten zur Überwachung der Küste.
Flüchtlingsstrom
Unterdessen hält angesichts des sommerlichen Schönwetters der Flüchtlingsstrom von Libyen nach Sizilien unvermindert an. Allein am Mittwoch landeten in mehreren Booten 266 illegale Einwanderer auf der Insel Lampedusa.
Das für 190 Insassen ausgelegte Lager auf der Insel ist mit 280 Flüchtlingen hoffnungslos überfüllt. Die Hälfte davon soll in Lager am italienischen Festland geflogen werden.
Während die Lega Nord erneut ein "hartes Durchgreifen" gegen alle illegalen Einwanderer forderte, sprach sich Außenminister Franco Frattini für Verträge zwischen der Europäischen Union und den nordafrikanischen Ländern aus, denen als Gegenleistung für die Zusammenarbeit Wirtschaftshilfe gewährt werden müsse.
Als Vorbild nannte Frattini das "fast unterschriftsreife" Abkommen zwischen Marokko und der EU. Die Übertragung der Zuständigkeit für Einwanderungsfragen an den italienischen EU-Kommissar Rocco Buttiglione könne einen "Wendepunkt in der Brüsseler Politik darstellen", versicherte Frattini. (DER STANDARD, Printausgabe, 13.8.2004)
Russland schließt sich den Forderungen des Westens nach neuen Sanktionen gegen den Iran an. Der Leiter des russischen Sicherheitsrates hält die Zweifel an der friedlichen Natur des Atomprogramms für begründet
Das Europaparlament hat die neue EU-Kommission mit sehr großer Mehrheit gewählt. Und Mitsprache bei jeglicher Gesetzgebung eingefordert
Tan Zuoren untersuchte den Tod tausender Kinder in eingestürzten Schulen
Die ukrainische Premierministerin und Verliererin der Präsidentenwahl spielt auf Zeit. Trotz des klaren Ergebnisses wollte sie den Sieg Wiktor Janukowitsch nicht anerkennen
Ex-Armeechef und Präsidentschaftskandidat Fonseka zuvor festgenommen - Sprecher: Weg für Neuwahlen frei
Russland sieht sich weiter durch US-Raketenschild in Rumänien bedroht - USA: Raketenschild nicht gegen Russland gerichtet
Bericht über entwürdigende Mutproben und Aufnahmerituale bei Gebirgsjägern
26-köpfige Besatzung nach mehr als drei Monaten freigelassen
Um 2,15 Mio. Euro - Geisterstadt soll angeblich riesige Schweinefarm werden
"Verleumdungskampagne vor Regionalwahlen"
Der neue Direktor will das Wiener Collegium Hungaricum zum mitteleuropäischen "Projektbüro" machen
Auch Clan-Chef und Ex-Gouverneur Ampatuan unter Angeklagten
Die Festnahme einer islamistischen Splittergruppe in Bosnien und Herzegowina im österreichischen Kontext
Es wird nicht viele Politiker in Europa geben, die in einer derart zersplitterten und von Krisen geschüttelten Union unbeirrt weitergehen, anstatt entnervt aufzugeben - Von Thomas Mayer
Fast 20 Milliarden Euro für Beschaffung neuer Flugzeuge und Schiffe
Costa Ricas Präsidentin gehört den Sozialdemokraten an, vertritt aber neoliberale Ansichten
Ex-Gouverneurin von Alaska wirft dem Präsidenten mangelnde Erfahrung vor und erntet tosenden Applaus
Gastgeber Flaherty und Notenbankchef Carney allein auf dem Robbenfell
Seit Herbst 2007 leitet Andreas Stadler das österreichische Kulturforum in New York. Im Standard-Interview spricht er über sinkende Budgets, den Einfluss der Zentrale in Wien und Vernetzungen vor Ort
Von 1995 bis 1999 war Emil Brix, Leiter der Sektion Auslandskultur im Außenministerium, Direktor des Kulturinstitutes in London. Ab 1. April wird er als Botschafter in der britischen Metropole weilen
War das damals in Auschwitz auch so, dass Flüchtlinge aus einem Umkreis von Tausenden Kilometern in dieses Lager geströmt sind, um ein Dach über dem Kopf, Essen, Trinken und medizinsche Versorgung zu bekommen?
Die italienische Caritas scheint ein recht verklärtes Bild über den Nationalsozialismus und seine Lager zu haben...
auch wenn der vergleich nicht unbedingt gut gewählt ist, so scheinen sie keine ahnung zu haben von italienischer innenpolitik und den dingen die da von der rechten sehr offen gesagt werden.
das eigentlich traurige an der sache ist, dass es im süden immer selbstverständlich war, dass man diesen leuten hilft. es hier kaum ausgrenzung und fremdenfeindlichkeit gab. man aber genau diese durch gezielte alleinige überlassung des problems an eine region, die sowieso nichts hat, systematisch schürt.
wie wäre es, wenn der rest europas sich des problems einfach annehmen würde, statt zuzusehen, wie ein unwirtlicher felsen im meer mit ca. 5.000 einwohnern zeitweise innerhalb von zwei wochen mit noch einmal so vielen flüchtlingen überschwemmt wird.
Dieser Vergleich ist eine massive Verhöhnung des Staates Deutschland, der fernab seiner Grenzen Geld, Material und Personal einsetzen will, um Menschen zu helfen, sowie aller Menschen, die durch ihre Hilfs- und Spendenbereitschaft die Flüchtlingshilfe in Lagern im Tschad und anderen Ländern erst möglich machen.
Oder will die Caritas mit solchen Aussagen die Spendenbereitschaft verwirrter Neo-Nazis anregen, die die Einrichtung von Konzentrationslagern für eine gute Idee halten?
Bis gestern war ich der Meinung, die Caritas wäre eine Hilfsorganistation.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.