
19.08.2004 10:12
Bürgerkartensoftware kostenlos zum Download
Generallizenz erworben - Bundeskanzleramt will Zugang zur elektronischen
Signatur erleichtern - 1 Foto
Die Stabsstelle IKT-Strategie des Bundes, welche beim Bundeskanzleramt eingerichtet ist, hat die Generallizenz einer Bürgerkartensoftware erworben, die den Bürgerinnen und Bürgern frei zur Verfügung gestellt wird. Damit soll der Zugang zur elektronischen Signatur und der Einsatz der Bürgerkarte nachhaltig erleichtert und gefördert werden. Das Wiener Unternehmen IT Solution GmbH erhielt nach einer Ausschreibung des Bundeskanzleramtes den Zuschlag.
Mit dem Erwerb der Softwarelizenz wurde die elektronische Grundlage für unterschiedliche Bürgerkarten, so z.B. auf Basis der signaturfähigen Bankomatkarte (Maestro), der e-card der Sozialversicherung sowie anderer Chipkarten und Systemumgebungen geschaffen.
Zum Download
Diese Software ist für alle Signaturanwendungen und Bürgerkartenfunktionen auf der Homepage der IKT-Stabsstelle des Bundes frei downloadbar. Der Einsatz der Software ist keinen Beschränkungen unterworfen, da ihre Verwendung auch außerhalb der Bundesverwaltung positive Synergien hervorruft. Die Bürgerkartenumgebung ist das Bindeglied zwischen dem Internet und der Bürgerkarte. Identifikation und Signatur werden dadurch unabhängig von der eingesetzten Plattform möglich sein.
Zur Zeit nur für Windows
Zur Zeit ist die frei verfügbare Software nur für die Microsoft Windows Familie verfügbar. Die Entwicklung kompatibler Software für andere Systemumgebungen, wie z.B. Linux, ist jedoch Teil des Auftrages an IT Solution und wird demnächst ebenfalls abrufbar sein.
Diese neue Bürgerkartensoftware ermöglicht in Zukunft auch die Einbindung anderer europäischer Chipkarten, wie die Identitätskarten von Finnland, Belgien oder Italien. Damit ist Österreich nicht nur Vorreiter in Europa, sondern ist anderen Staaten gegenüber beispielgebend.
Einsatzgebiete
Die elektronische Bürgerkarte findet bereits bei FinanzOnline, bei der Meldebestätigung, beim Strafregisterauszug, beim Stipendienantrag, bei zahlreichen Formularen innovativer E-Government Gemeinden und Städten wie Inzersdorf, Kremsmünster, Weikersdorf, Graz, Salzburg oder Wien sowie beim elektronischen Amtshelfer help.gv.at und bei vielen anderen Gelegenheiten Verwendung. Der Aktionsplan "eEurope" der EU sieht vor, dass bis Ende 2005 sämtliche wesentlichen Verwaltungsverfahren elektronisch durchgeführt werden können.(red)
Homepage der IKT-Stabsstelle des Bundes