Armageddon für "Armadillo"

7. Oktober 2004, 11:27
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Zweite Rakete bei Flug um 10-Millionen-Preis explodiert

Washington/Mesquite - Mit einer gehörigen Portion Humor hat ein am "Ansari X Preis" für Raumfahrt teilnehmendes Team den Verlust seiner Rakete kommentiert. "Gute Tests, vollständiger Verlust des Gefährts", heißt es lakonisch in einer Mitteilung der "Armadillo Aerospace" aus Mesquite (US-Bundesstaat Texas) nach der Explosion der Rakete "Armadillo". Das Scheitern habe einige Daten geliefert, die man schon lange habe gewinnen wollen - allerdings nicht mit diesen bösen Konsequenzen.

Wie erst am Dienstag bekannt wurde, explodierte die Rakete nach Angaben des Internetdienstes NewScientist.com rund 20 Sekunden nach dem Start am vergangenen Samstag. Bei dem Vollgas-Test ging nach Angaben des Unternehmens bereits in einer Höhe von 180 Metern der Treibstoff aus. Am Tag darauf war der Traum vom 10-Millionen-Preis für zwei 26-jährige Ingenieure aus dem US-Bundesstaat Washington in Flammen aufgegangen. Beim Start explodierte ein Triebwerk ihrer unbemannten, sieben Meter langen Rakete "Rubikon 1".

Favorit SpaceShipOne

An dem Rennen um den mit 10 Millionen Dollar (8,3 Millionen Euro) dotierten "Ansari X Preis" für einen Flug bis 100 Kilometer Höhe beteiligen sich 26 Teams aus 7 Ländern. Bis Jänner 2005 muss ein privates Raumflugzeug innerhalb von zwei Wochen zwei Mal bis in eine Höhe von 100 Kilometern fliegen.

Als Favorit gilt bisher das Raketenflugzeug "SpaceShipOne", das am 21. Juni als erstes privat finanziertes Raumflugzeug eine Höhe von rund 100,1 Kilometern erreicht und damit am Rand des Orbits gekratzt hatte. Hinter dem Projekt stehen der Luftfahrtpionier Burt Rutan (60) und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen (51). (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Hüllenkonstruktion des "Armadillo"

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