Österreicher glauben nicht an Aufschwung

9. September 2004, 13:18
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Vier von fünf kaufen besonders preisbewusst

Linz - Die Österreicher glauben nicht so recht an den baldigen Wirtschaftsaufschwung. Eine Folge der Konjunkturskepsis ist, dass vier von fünf Österreichern beim Einkauf besonders preisbewusst vorgehen. Das zeigt das am Dienstag veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market" auf.

Bei der Umfrage, für die Telefoninterviews mit 405 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählten Personen geführt wurden, gaben 71 Prozent an, sie rechneten nicht mit einem baldigen Wirtschaftsaufschwung. 25 Prozent waren gegenteiliger Meinung. Vier Prozent machten keine Angaben. 60 Prozent erwarteten, dass die Wirtschaftslage weiterhin angespannt bleibt. 37 Prozent gingen davon aus, dass sie sich wieder erholen werde. Drei Prozent hatten zu dieser Frage keine Meinung. Überdurchschnittlich skeptisch äußerten sich Frauen, Personen mittleren Alters, Landbewohner und Personen mit mittlerer oder geringer Bildung.

Schwierige gesamtwirtschaftliche Lage

Die Ursachen für die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage sahen 61 Prozent in der ungünstigen internationalen Entwicklung. 33 Prozent vermuteten hingegen hausgemachte Probleme.

Das Verhalten der Österreicher bei einer schlechten Wirtschaftslage: 80 Prozent geben an, sie seien besonders preisbewusst beim Einkauf von Artikeln des täglichen Bedarfes. 68 Prozent beobachten mehr die Wirtschaftsnachrichten in den Medien. 66 Prozent schränken sich etwas beim Urlaub und bei Reisen ein. 64 schieben Investitionen und große Ausgaben auf. 52 Prozent beobachten die Aussagen der Politiker aufmerksamer als sonst. (APA)

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