Österreicher im Durchschnitt zwei bis drei Jahre im Krankenstand

2. September 2004, 15:05
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Laut Sozialexperten Marin erreichen Beschäftigte zwischen zwölf und 15 Jahre bezahlte Nicht-Arbeits­zeit im Erwerbsalter

Wien - Arbeitslosigkeit, Frühpensionen, Sozialhilfe, Familienersatzzeiten, Unfälle und Krankenstände führen dazu, dass die österreichischen Arbeitnehmer auf 12 bis 15 Jahre bezahlte Fehlzeiten während ihres Erwerbsalters kommen, konkretisierte am Montag der Sozialexperte Bernd Marin Aussagen von vergangener Woche, mit denen er eine 4-Tage-Woche und mehr Arbeitszeitflexibilisierung sowie eine längere Lebensarbeitszeit von mindestens sieben bis acht Jahre forderte.

Zusammensetzung der Nicht-Arbeitszeit

Laut Marin sind die Österreicher durchschnittlich zwei bis drei Jahre arbeitslos, rund sieben Jahre fallen für Frühpensionen an, dazu kämen dann noch Krankenstände von zwei bis drei Jahren. Der Rest der 12 bis 15 Jahre an Fehlzeiten errechne sich aus Langzeitarbeitslosigkeit und Sozialhilfe sowie Familienersatzzeiten.

Wie lange die bezahlte Nicht-Arbeitszeit im Erwerbsalter andauert, hänge stark von der Motivation der Mitarbeiter sowie den Sicherheitsvorkehrungen in den Unternehmen ab, so der Sozialexperte auf APA-Anfrage. Er wiederholte in diesem Zusammenhang seine Forderung, dass Investitionen in Sicherheit und Gesundheit steuerlich entlastet gehörten, wie das beispielsweise in den Niederlanden der Fall sei. (APA)

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    Bernd Marin fordert Investitionen in Sicherheit und Gesundheit steuerlich zu entlasten.

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