Regulator verlangt Preisreduktion

19. September 2004, 18:40
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Boltz: "Österreichische Stromlösung muss Synergieeffekte von 40 Millionen Euro an die Verbraucher weitergeben"

Wien - Der Energieregulator stellt den heimischen Stromkunden Verbilligungen durch die "Österreichische Stromlösung" (ÖSL) von Verbund und den EnergieAllianz-Partnern in Aussicht, die im Herbst operativ starten soll.

"Wir werden die Hälfte der von der Stromlösung in Aussicht gestellten Synergien für die Kunden fordern. Das sind 40 Mio. Euro im Jahr, die energiepreissenkend wirksam werden sollten", sagte Walter Boltz zur Tageszeitung "Die Presse" (Montag-Ausgabe).

Reduzierte Wettbewerbsintensität

Boltz begründet seinen Vorstoß damit, dass sich mit der ÖSL die Wettbewerbsintensität reduziere. So kontrolliert die Gruppe um Verbund, Wiener Stadtwerke und EVN bis zu 80 Prozent des heimischen Strommarktes.

"Die daraus entstehenden Vorteile können die an der ÖSL beteiligten Versorger sicher nicht zur Gänze einstreifen. Auch die Verbraucher müssen davon profitieren", so Boltz. Schließlich wären letztere ja auch die zentrale Adresse der Strommarktöffnung, nicht die Versorger.

Österreichische Stromlösung

Bei der "ÖSL" legen die Partner der EnergieAllianz (BEWAG, Energie AG, EVN, Linz AG und Wiener Stadtwerke) sowie der Verbund ihr Stromhandels- und Großkundengeschäft zusammen. Nicht Teil der ÖSL sind die Bereiche Erzeugung und Übertragung. Die ÖSL-Partner haben in Summe Kostenersparnisse von 80 Mio. Euro pro Jahr versprochen. (APA)

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