Erste Bank senkt RHI-Gewinnschätzung für 2004

9. September 2004, 13:39
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"Accumulate" bestätigt - Erwartungen für 2005 und 2006 leicht angehoben - Kursziel weiter 19,50 Euro

Wien - Die Analysten der Erste Bank haben ihre Einstufung "Accumulate" für die Aktien des heimischen Feuerfestkonzern RHI und auch das Kursziel von 19,50 Euro je Anteilsschein bestätigt.

In einer aktuellen Analyse werden die in der Vorwoche vorgelegte RHI-Halbjahresergebnisse positiv bewertet. "Die Umsatzzahlen sind sogar leicht über unseren Erwartungen gelegen", so Analystin Brigitte Kellerer-Wendelin. "Der Nettogewinn wurde allerdings von der Steuerreform 2004 belastet".

Zur Begründung verwies die Expertin auf eine Neubewertung sowie ergebniswirksame Reduktion von einmalig latenten Steuern aus Verlustvorträgen. Der daraus in den Ertragssteuern enthaltene und nicht zahlungswirksame Einmaleffekt habe das Ergebnis mit 11,3 Mio. Euro belastet, so Kellerer-Wendelin.

Als Folge der steuerlichen Belastungen sieht sich das Institut veranlasst die Gewinnerwartungen für 2004 von bisher 3,04 Euro je RHI-Aktie auf 2,59 Euro je Anteilsschein zu senken. Für 2005 geht die Erste Bank von einem Gewinn von 3,33 (bisher: 3,15) Euro und für 2006 von 3,51 (bisher: 3,49) Euro je Aktie aus.

Eine Beilegung der Rechtsstreitigkeiten mit den Ex-Eigentümern der Ende 2001 entkonsolidierten US-Feuerfestgesellschaften wird für das erste Quartal 2005 prognostiziert. Insgesamt sehr positiv schätzen die Analysten auch die zukünftige Geschäftsentwicklung beim Feuerfestkonzern ein.

Speziell der derzeitige Boom der Stahlindustrie sowie eine verstärkte Expansionspolitik außerhalb von Westeuropa werden als Wachstumstreiber gesehen. Negativ könnten sich hingegen die steigenden Rohmaterialpreise bemerkbar machen.

Als RHI-Kursziel errechnet Expertin Kellerer-Wendlin auf Basis eines DCF-Modells weiterhin 19,50 Euro. RHI notierten am Berichtstag gegen 10:00 Uhr mit einem Plus von 0,28 Prozent bei 18,00 Euro. (APA)

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