Ehrung für Heinrich Wiesmüller

8. September 2004, 14:55
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Salzburg - Heinrich Wiesmüller erhielt in Anerkennung seiner Verdienste um das kulturelle und wirtschaftliche Leben in der Landeshauptstadt Salzburg von Bürgermeister Heinz Schaden (S) die "Wappenmedaille in Gold". Beim Festakt in der Förderer-Longe des Festspielhauses dankte Schaden dem derzeitigen Vorsitzenden des Festspielkuratoriums für sein langjähriges Engagement in vielen Bereichen des Kunst- und Kulturlebens der Stadt.

Besonders hob Schaden das große Wissen, den feinsinnigen Humor, die Bescheidenheit und die diplomatische Beharrlichkeit hervor, mit der Heinrich Wiesmüller seit vielen Jahrzehnten das kulturelle Leben der Stadt Salzburg mitpräge. Der Ausgezeichnete wies in seiner Dankesrede darauf hin, dass Salzburg auch in Zukunft nicht nur von seinem Kapital leben und sich der Bewahrung verschreiben solle, sondern gerade in Bezug auf die Festspiele Mut und Selbstvertrauen notwendig seien, um Größe und Stellenwert zu bewahren.

Werdegang

Geboren 1936 in Salzburg, studierte Wiesmüller in Innsbruck und Wien Rechtswissenschaften. 1965 wechselte er vom Landesdienst in die Chefetage der Spängler Bank. 1994 wurde er Vorstandssprecher und vier Jahre später Vorsitzender des Aufsichtsrates. Sein Engagement galt neben der beruflichen Karriere aber immer auch den Interessensvertretungen. Leitende Funktionen im Wirtschaftsbund, Wirtschaftskammer und im Verband Österreichischer Banken & Bankiers legen ein Zeugnis davon ab.

In Salzburg ist der Bankier seit vielen Jahren auch als Person des kulturellen Lebens bekannt. Von 1964 bis 1972 war er Vorstand des Salzburger Kunstvereins, seit 1967 ist er Kuratoriumsmitglied der Internationalen Stiftung Mozarteum und war bis 2003 deren Vorsitzender. Seit 1975 ist er Vizepräsident des Vereins der Freunde und Förderer der Salzburger Festspiele. Im August 1989 wurde Wiesmüller zum Präsidenten der Salzburger Festspiele designiert, ein Amt, das er in Folge von 1991 bis 1995 innehatte. 2001 wurde er ins Kuratorium der Festspiele berufen, dessen Vorsitz er derzeit innehat.(APA)

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