Raubkopie lief im kubanischen Fernsehen

9. Dezember 2004, 18:19
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Erfolg auch bei Vorführung in 120 Kinosälen

Havanna - "Fahrenheit 9/11" ist auch in Kuba ein voller Erfolg: Nicht zuletzt wegen einer im Fernsehen gezeigten Raubkopie sahen bis zum Mittwoch Millionen von Kubanern das Werk des US-Filmemachers Michael Moore, eines erklärten Gegners von US-Präsident George W. Bush.

Der Film, den sich Castros Regierung in ihrer Propaganda gegen die US-Regierung zunutze machte, wurde auf der Karibikinsel in insgesamt 120 Kinosälen gezeigt. Die Ausstrahlung des Films im staatlichen Fernsehen in miserabler Qualität mit fehlerhaften spanischen Untertiteln wurde Ende Juli sogar im Parteiorgan "Granma" angekündigt.

Eine mögliche Oscar-Auszeichnung des Dokumentarfilms ist trotz seiner Ausstrahlung im Fernsehen aber nicht in Frage gestellt. "Mit Ausnahme gestohlener oder raubkopierter Filme" darf ein Film für eine Oscar-Auszeichnung nach Angaben der Oscar-Academy erst neun Monate nach seinem Anlaufen im Kino auch im Fernsehen oder dem Internet gezeigt werden. (APA)

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