Ungarische MOL will Erdgas-Töchter verkaufen

8. September 2004, 13:11
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Auch OMV an MOL-Töchtern interessiert - Gazprom als wahrscheinlicher Käufer für Panrusgaz

Budapest - Die ungarische Mineralölgesellschaft MOL will ihre 50-prozentige Beteiligung an der Erdgas-Gesellschaft Panrusgaz verkaufen, die zur Hälfte dem russischen Gazprom-Konzern gehört und 1994 zum Import von Erdgas nach Ungarn geschaffen wurde. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Mittwoch. Laut Medienberichten gilt Gazprom als wahrscheinlicher Käufer des MOL-Anteils an Panrusgaz.

Zudem will MOL 75 Prozent ihrer Anteile an ihren drei Erdgas-Tochtergesellschaften verkaufen, die für Lagerung (MOL Foldgaztarolo), Transport (MOL Foldgazszallito) und Verkauf (Foldgazellato) zuständig sind. Dafür hätten sich als Interessenten u.a. die österreichische OMV, Gazprom, Gaz de France und die ukrainische JSC Naftogaz gemeldet, teilte MOL bereites im Juli mit. Konkrete Angebote würden noch im August erwartet. Die OMV ist an der MOL mit 9,1 Prozent beteiligt.

Panrusgaz hat 2003 einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 2,772 Mrd. Forint (11,05 Mio. Euro) bei einem Umsatz von 367,5 Mrd. Forint erwirtschaftet. Auf dem Internet-Portal portfolio.hu wurde der Wert des gesamten Gasbereichs von MOL (ohne Panrusgaz) im vergangenen Frühjahr mit knapp über einer Milliarde Euro angegeben. (APA)

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