Rund 1.000 deutsche Autohändler vor Pleite

8. September 2004, 13:58
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Margen im zweiten Quartal 2004 offenbar weiter gesunken - Branchenverband zählte heuer bereits 320 Konkurse

Oberpfaffenhofen - Rund 1.000 Autohändler in Deutschland stehen nach Angaben des Branchenverbandes ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) vor der Pleite. "Ein Händler nach dem anderen geht über die Wupper", sagte der ZDK-Präsident Rolf Leuchtenberger gegenüber der Zeitschrift "Automobilwoche". Die Margen seien im zweiten Quartal 2004 weiter gesunken, bei einigen Marken lägen sie inzwischen unter einem Prozent. Der ZDK erwarte für 2004 wenigstens 1.000 Pleiten. Von den aktuell rund 42.000 Kfz-Betrieben hätten seit Jahresbeginn bereits 320 Insolvenz angemeldet.

Düstere Lage bei Fiat und Ford

Besonders schlimm sehe es bei Fiat aus. "Rund zwei Drittel unserer Händler schreiben rote Zahlen", zitiert die "Automobilwoche" Friedrich Karl Bonten vom Fiat/Lancia-Händlerverband. Noch nie habe es so viele Insolvenzen wie im ersten Halbjahr gegeben. Düster sei die Lage auch bei Ford. Nur 60 Prozent der Ford-Händler schrieben schwarze Zahlen. Etwa fünf Prozent der rund 700 deutschen Betriebe seien akut von Insolvenz bedroht. Von einer durchschnittlichen Bruttorendite von 0,39 Prozent im Neuwagengeschäft könne niemand leben. Die Erträge im Neuwagengeschäft nähern sich dem Bericht zufolge bei fast allen Marken neuen Tiefpunkten. (APA/AP)

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