Intendanten-Suche: Bewerber-Liste für Burgstaller nicht verbindlich

8. September 2004, 14:55
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Landeshauptfrau: "Es können sich noch immer Leute melden, was übrigens auch geschieht"

Salzburg - Für Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) ist das Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung bei der Suche nach einem neuen Salzburger Festspielintendanten nicht verbindlich. "Ich habe mir dafür ein juristisches Gutachten erstellen lassen. Aus meiner Sicht ist eine öffentliche Ausschreibung nicht notwendig. Es können sich noch immer Leute melden, was übrigens auch geschieht", erklärte Burgstaller in einem Interview in der morgen, Montag, erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil".

Ein Manager als Wunschkandidat

Als Zeitpunkt für die Bestellung des Nachfolgers von Peter Ruzicka, der nach der Festspielsaison 2006 Salzburg verlässt, nennt Burgstaller Ende August. "Wir in Salzburg wünschen uns einen Manager als Intendanten, auf Seiten des Staatssekretariats liegt die Betonung auf einem Künstler." Zu Dirigent Franz Welser-Möst, der als einer der Kandidaten gehandelt wird, meinte Burgstaller: "Es gibt die Erfahrung und die Sorge, dass jemand, der parallel so vielen anderen Aktivitäten wie Welser-Möst nachgeht, sich zu wenig den Festspielen widmen könnte." Es gebe viele Gesprächspartner, "die sich nicht für die Intendanz", sondern "gezielt als Schauspielchef oder Konzertchef bewerben", meinte Burgstaller gegenüber "profil".

Dem künftigen Intendanten empfiehlt Burgstaller, sich einen "Kunstrat" oder "Konsulenten" zu suchen und "die Festspiele nicht allein im Kämmerlein" zu entwickeln. Mit einer Erhöhung der Subvention könne ein neuer Intendant in den kommenden Jahren nicht rechnen. (APA)

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