US-Verbraucherstimmung im Juli überraschend deutlich gestiegen

30. Juli 2004, 19:20
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Michigan-Index legte etwas stärker als erwartet zu - Auch Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Juli unerwartet stark gestiegen

New York (APA/Reuters) - Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im Juli nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan überraschend deutlich gestiegen.

Der entsprechende Index der Universität kletterte auf 96,7 nach 95,6 Punkten im Juni, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Indexstand von 96,5 Prozent gerechnet.

Wichtiges Konjunkturbarometer

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Den Angaben aus Finanzkreisen zufolge stieg der Index der Erwartungen für die nächsten zwölf Monate im Juli auf 91,2 (Juni 88,5) Zähler. Bei den gegenwärtigen Bedingungen ergab sich dagegen ein Rückgang auf 105,2 (106,7) Punkte.

Positive Signale vom Chicagoer Einkaufsmanagerindex

Auch der an den Finanzmärkten stark beachtete Chicagoer Einkaufsmanagerindex kletterte auf 64,7 (Juni 56,4) Punkte und hat sich damit überraschend deutlich beschleunigt, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 59,0 Punkte vorausgesagt. Mit einem Wert über 50 Punkten signalisierte der Index ein Geschäftswachstum.

Beschäftigungssituation eingetrübt

Der Beschäftigungsindex sank allerdings auf 45,6 (53,6) Zähler und deutet damit auf einen Beschäftigungsrückgang hin. Der Index für den Auftragseingang stieg auf 68,7 (56,8) Zähler. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex gilt als wichtiger Vorlaufindikator für den landesweiten Einkaufsmanagerindex, der am Montag erwartet wird. (APA/Reuters)

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