Gasexplosion nahe Brüssel: Über zehn Tote - zahlreiche Verletzte

30. Juli 2004, 12:44
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Mögliche Ursache: Bauarbeiten, bei denen Gasleitung gekappt wurde - Detonation war noch in zehn Kilometern Entfernung zu spüren

Brüssel - Eine starke Explosion in einem Industriegebiet in Belgien hat am Freitag mehrere Arbeiter getötet und viele Menschen verletzt. Der belgische Rundfunk sprach von 60 Verletzten. "Es ist unmöglich, die Zahl der Toten zu nennen", sagte ein Reporter eineinhalb Stunden nach dem Unglück.

Gascontainer entzündete sich

Gegen 9.30 Uhr hatte sich in dem Industriegebiet von Ghislenghien bei Ath im Hennegau zunächst eine kilometerweit hörbare Explosion ereignet, die wiederum einen Gascontainer entzündete. Ursache des Unglücks rund 40 Kilometer südwestlich von Brüssel waren nach ersten Angaben Bauarbeiten, die auf eine Gasleitung stießen.

Zwanzig Meter hohe Flamme

"Die Flamme schlug 20 Meter hoch", berichtete der Rundfunkreporter im öffentlichen Sender RTBF. Viele Opfer hätten schwere Verbrennungen erlitten. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge und mehrere Leichenwagen seien im Einsatz.

Die Verletzten wurden in umliegende Kliniken gebracht. Auch das Krankenhaus von Ath sei von der mehrere Kilometer entfernten Explosion erschüttert worden, berichtete ein Verantwortlicher. Eine Autobahn und eine Nationalstraße wurden gesperrt. (APA)

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