Sharon droht mit vorgezogenen Neuwahlen

31. Juli 2004, 10:10
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Warnung an innerparteiliche Kritiker

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Ariel Sharon hat innerparteilichen Kritikern mit Neuwahlen gedroht, sollten diese einen Rückzug aus dem Gazastreifen und eine Koalition mit der Arbeiterpartei weiter ablehnen. "Ich bin in einer Situation, in der ich wissen muss, ob ich weiter regieren und Entscheidungen treffen kann, oder ob ich zur Wahlurne gehen muss", sagte Sharon am Donnerstag in Tel Aviv. Ohne eine große Koalition werde es Neuwahlen geben. Zugleich betonte Sharon: "Nur der Likud ist in der Lage, den Plan zum Rückzug in Kraft treten zu lassen."

Der Regierungschef will bis Ende 2005 den Gazastreifen mit seinen 21 Siedlungen sowie vier weitere im Westjordanland räumen. Weil ihm seine Likud-Partei dabei zum Teil die Unterstützung versagt, braucht er neue parlamentarische Mehrheiten. Sharon plant daher eine Koalition mit der Arbeitspartei des früheren Außenministers Shimon Peres, der seine Pläne unterstützt. Auch dies stößt in der Likud-Partei aber zum Teil auf Ablehnung. (APA)

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