Vadim Glowna springt für erkrankten Helmut Griem ein

8. September 2004, 14:52
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In der Rolle von O'Neills Vater Tyrone in "Eines langen Tages Reise in die Nacht"

Salzburg - Ein breites Publikum kennt ihn aus vielen Film- und Fernsehproduktionen - bei den Salzburger Festspielen tritt er aber zum ersten Mal auf: Vadim Glowna übernimmt die Rolle des Vaters James Tyrone in Eugene O'Neills Drama "Eines langen Tages Reise in die Nacht", teilten die Festspiele heute, Donnerstag, in einer Aussendung mit. Glowna springt für Helmut Griem ein, der auf Grund einer akuten Erkrankung nicht mitwirken kann. Premiere der Inszenierung von Elmar Goerden ist am 14. August im Landestheater.

Bekannt aus Film und Fernsehen

Vadim Glowna, geboren 1941 im holsteinischen Eutin, begann seine Theaterlaufbahn am Deutschen Schauspielhaus Hamburg bei Gustaf Gründgens, in dessen berühmter "Faust"-Inszenierung er mitwirkte. 1963 wechselte er an das Theater Bremen, wo er u.a. mit Kurt Hübner, Johannes Schaaf und vor allem Peter Zadek zusammenarbeitete. Von 1967 bis 1973 war Glowna häufig an den Münchner Kammerspielen zu erleben, doch der Schwerpunkt seiner Tätigkeit verlagerte sich fortan auf den Film.

In mehr als 100 Kino- und TV-Produktionen ist Vadim Glowna seither zu sehen gewesen; er drehte mit Regisseuren wie Peter Lilienthal, Sam Peckinpah, Edgar Reitz, Claude Chabrol, Maximilian Schell, Klaus Maria Brandauer, Jürgen Flimm, Peter Beauvais, Wolfgang Staudte und George Tabori. Mit "Desperado City" stellte er sich 1981 erstmals selbst als Filmregisseur vor - und wurde prompt beim Festival in Cannes mit einem Preis für den besten Erstlingsstreifen gewürdigt. Zu Glownas weiteren Auszeichnungen zählen der Preis der deutschen Filmkritik und die Ehrung als "Bester Schauspieler des Jahres", die ihm 2000 zuteil wurde. (APA)

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