Nowotny/Gartmayer hielten die heimischen Fans bei Laune

30. Juli 2004, 13:42
posten

Einziges Heim-Team in Klagenfurt-Runde zwei - Berger/Gosch mit zu wenig Druck - Olympia-Entscheidung von Doppler bis Montag

Klagenfurt - Nur eines von fünf heimischen Paaren hat beim Klagenfurt-Grand-Slam der Beach-Volleyballer Runde zwei erreicht. Robert Nowotny/Peter Gartmayer boten am Donnerstag beim 2:0 (11,19) gegen die Kanadier John Child/Mark Heese eine beeindruckende Leistung und stiegen locker auf. Nik Berger/Florian Gosch, Bernhard Strauß/Felix Bläuel, Doris und Stefanie Schwaiger sowie Sara Montagnolli-Ebenbichler/Barbara Hansel rutschten durch Auftakt-Niederlagen in den Loser-Pool.

Nowotny/Gartmayer bestätigten ihre derzeitige Vorrangstellung in Österreich auch vor noch etwas schütterer Vormittagskulisse besonders im ersten Satz eindrucksvoll. "Das war fast optimal, Nowo hat gut verteidigt und ich gut blockiert", freute sich Gartmayer. Der 26-Jährige hatte vor dem Match etwas mit dem Heimdruck zu kämpfen. "Aber dann hab' ich mal laut raus geschrien und ich war gelöst." Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und gab Auftrieb für das schwierige Nachmittagsmatch gegen die Schweizer Sascha Heyer/Markus Egger.

Berger/Gosch hatten gegen Julien Prosser/Mark Williams durchaus die Chance zum Aufstieg, denn das neu gebildete Duo harmonierte ganz gut. Platzsprecher Tom "The Voice" Bläumauer hatte zudem mit Anfeuerungs-Jingles mehrmals das Ruder herumzureißen versucht. "Come on, come on" nach frühem Rückstand, "1,2,3...Die Welle" nach einem gelungenen Angriffsschlag, "That's the way" trotz Satzverlust, aber starker Verteidigungsleistung oder "That don't impress me much" nach einem Punktschlag der Australier tönte da aus den Lautsprechern.

Am Ende half's nicht und Berger zog nach einem 0:2 eine nüchterne Bilanz: "Annahme und Aufspiel waren kein Problem, aber beim Service hat der Druck gefehlt. Mit mehr Hirn und Einsatz hätten wir gewonnen." Ihren nächsten Auftritt haben Berger/Gosch am Freitag im Loser-Pool, nur bei einem Sieg bliebe die Olympia-Chance. Berger-Standardpartner Clemens Doppler, Zuschauer am Court, rechnet aber weiter fix mit seiner rechtzeitigen Wiederherstellung: "Seitwärtsbewegungen sind noch ein Problem, jedenfalls entscheid' ich mich bis Montag."

Strauß und Bläuel als der mit 20 Jahren jüngste männliche Spieler in Klagenfurt zeigten gegen die brasilianischen Weltmeister Emanuel Rego/Ricardo Costa Santos sehenswerte Bälle, unterlagen aber 0:2. Montagnolli/Ebenbichler vergeigten beim 1:2 gegen Ribeiro/Shaylyn aus Brasilien einen möglichen Sieg, ihre Mängel soll die Italienerin Laura Bruschini beheben. Die Ex-Europameisterin wechselt heuer ins Trainergeschäft. Die U-20-Vize-Europameister Schwaiger/Schwaiger waren beim 0:2 gegen das US-Paar Mason/Busch zu nervös. (APA)

  • Robert Nowotny (l.) und Peter Gartmayer in Aktion.

    Robert Nowotny (l.) und Peter Gartmayer in Aktion.

Share if you care.