Vorarlbergs widersprüchliche Abfallswirtschaft

30. Juli 2004, 20:52
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40.000 Tonnen Restmüll werden in die Schweiz gebracht - statistisch wirkt das "Ländle" dadurch mit vorbildlicher Abfallswirschaft

Bregenz - Teile des nicht verwertbaren Restmülls aus Vorarlbergs Gewerbe und Industrie werden in der benacharten Ostschweiz "thermisch" behandelt.

Keine eigene Müllverbrennung

Im Vorjahr wurden in Buchs (CH) rund 25.000 Tonnen Restfraktion aus Vorarlberg verbrannt, in den kommenden Jahren soll diese Menge auf etwa 40.000 Tonnen anwachsen. Für eine eigene Müllverbrennung sei das Aufkommen im Ländle zu gering, daher werde mit Nachbarregionen kooperiert, sagte Abfallwirtschaftsreferent, Landesstatthalter Dieter Egger (F) in Bregenz.

Anlass war die Präsentation der Abfallwirtschaftsdaten. 2003 war laut Egger aus abfallwirtschaftlicher Sicht ein gutes Jahr. Die Gesamtmenge der Restabfälle aus System- und Gewerbeabfuhr blieb konstant, die Verwertungsquote des Hausmülls erreichte den europäischen Spitzenwert von 67,6 Prozent.

"Verwertungskönige"

Als "Verwertungskönige" lobt Egger seine Landsleute, weil pro Einwohner 132 Kilo Abfälle getrennt gesammelt wurden. Das Pro-Kopf-Aufkommen bei Restabfällen aus Haushalten erreichte den niedrigen Rekordwert von 76,3 kg und beim gesamten Landesaufkommen, einschließlich Gewerbe und Industrie, wurde das Aufkommen von 266 auf 256 kg pro Vorarlberger verbessert. Von den gut 89.000 Tonnen Hausabfällen waren je rund ein Drittel Restabfälle (28.00 t) und Altpapier (26.900 t), Altglas ergab 10.800 t, Bioabfall 10.300 t, außerdem wurden über 7.000 t Altkunststoff und je knapp 2.500 t Altmetall und Alttextilien gesammelt.(APA)

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