Darfur-Krise Thema beim Gipfel in Accra

30. Juli 2004, 08:39
posten

UN bittet um mehr Hilfsgelder - Finanzielle Unterstützung soll vor Ort bereitgestellt werden

Accra - UNO-Generalsekretär Kofi Annan will am Donnerstag bei einem Gipfeltreffen in der ghanesischen Hauptstadt Accra nicht nur den stockenden Friedensprozess in der Bürgerkriegs-Republik Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) wiederbeleben, sondern mit dem nigerianischen Präsidenten Olusegun Obasanjo auch die Situation in der sudanesischen Krisenregion Darfur besprechen.

Knapp ein Dutzend Staatsoberhäupter aus Westafrika wird zu dem Treffen erwartet. Den Vorsitz führt Ghanas Staatspräsident John Kufuor in seiner Eigenschaft als Präsident der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Der ECOWAS gehören Benin, Burkina Faso, Cote d'Ivoire, Guinea, Mali, Mauretanien, Niger, Senegal, Togo, Gambia, Ghana, Liberia, Nigeria, Sierre Leone, Guinea-Bissau und Kap Verde an.

UN bittet um mehr Hilfsgelder

Angesichts der Flüchtlingskatastrophe in der sudanesischen Region Darfur hat UN-Generalsekretär Kofi Annan zudem eindringlich an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, mehr Geld für die humanitäre Hilfe vor Ort bereitzustellen. Von den eigentlich zugesagten 349 Millionen US-Dollar (rund 290 Millionen Euro) eines Hilfsprogramms seien bei den Vereinten Nationen erst 158 Millionen Dollar eingegangen, sagte eine Sprecherin Annans am Mittwoch in New York. Annan bat nach ihren Angaben verschiedene Regierungen in Europa, am Golf und in Asien in Briefen um eine Aufstockung der Mittel. Das Kabinett in Berlin hatte am Mittwoch beschlossen, weitere 20 Millionen Euro bereitzustellen. Damit erhöht sich die Summe auf 33,5 Millionen Euro. (APA/red)

Share if you care.