Weiterhin herrscht Chaos

30. Juli 2004, 13:20
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Nationalteam-Trio um Klinsmann geplatzt: Osieck sagte ab - Rangnick im Gespräch

Berlin - Holger Osieck wird nicht deutscher Bundestrainer. Der 55-Jährige sagte dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Stelle des Klinsmann-Assistenten ab. Das bestätigte der DFB am Mittwoch. Osieck, der schon als Co-Trainer von Franz Beckenbauer Deutschland 1990 mit zum WM-Titel geführt hatte, sollte gemeinsam mit Teamchef Jürgen Klinsmann und Manager-Kandidat Oliver Bierhoff das neue Führungs-Trio des DFB-Teams bilden, das am 18. August in Wien auf Österreich trifft. Der DFB will am Donnerstag über weiterem Personalplanungen informieren.

Osieck traf die Entscheidung nach einem Gespräch am Dienstag mit Klinsmann. "Übereinstimmend kamen Klinsmann und Osieck dabei zu dem Ergebnis, dass sie sich nicht über eine Zusammenarbeit verständigen konnten", hieß es in einer DFB-Mitteilung.

Rangnick im Gespräch

Am Donnerstag will der DFB auf einer Pressekonferenz über die weiteren Personal-Planungen und -Entscheidungen informieren. Ob dabei neben dem neuen Teamchef Klinsmann für Osieck ein anderer Assistenztrainer vorgestellt wird, ist noch unklar. Im Gespräch ist Ex-Hannover-Coach Ralf Rangnick, der aus seiner Stuttgarter Zeit Verbindungen zu Klinsmann hat.

Bis zur Präsentation werden in Frankfurt, wo Bierhoff mit Verbandsvertretern verhandelt, und in Stuttgart, wo Klinsmann mit seiner Familie zunächst bleibt, noch eine Vielzahl von Gesprächen geführt. Bei der ersten offiziellen Verhandlungsrunde zwischen der 36-jährigen Bierhoff und DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder soll es bereits positive Zeichen für eine künftige Zusammenarbeit gegeben haben. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll Bierhoff seinen gerade erst bis 2010 verlängerten Vertrag mit dem Sportartikel-Hersteller Nike auflösen. Der DFB ist seit Jahren mit Konkurrent adidas verbunden.(APA)

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