Verfassungsschutzbericht 2004: Weniger Anzeigen nach dem Waffengesetz

28. Juli 2004, 20:11
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Österreich ist hauptsächlich Transit- und Zielland für den illegalen Waffenhandel

Wien - Der Verfassungsschutzbericht 2004 befasst sich auch mit dem illegalen Handel mit Waffen, Schieß- und Sprengmitteln sowie Kriegsmaterial.

Die Gesamtzahl der Anzeigen in diesem Bereich ist im Vorjahr auf 520 gesunken, das entspricht einem Rückgang um 132 gegenüber 2002 und bestätigt den langjährigen positiven Trend: 1997 hatte es noch 1.517 Anzeigen gegeben.

Zielland

Österreich ist laut dem Bericht hauptsächlich Transitland, aber auch Zielland für den illegalen Waffenhandel. Durch internationale Kooperationen konnten einige Lieferungen bereits im Ursprungsland gestoppt werden. Diese Zusammenarbeit soll insbesondere nach dem EU-Beitritt der Nachbarstaaten verstärkt werden. Dadurch erwarten sich die Verantwortlichen einen weiteren Rückgang beim Waffenschmuggel.

Fahndungserfolge

Im Inland sticht 2003 besonders ein Fahndungserfolg in Oberösterreich hervor: Nach umfangreichen Erhebungen wurden u.a. zwei Maschinengewehre, 38 Maschinenpistolen und acht Pumpguns sichergestellt. Die beiden Täter werden der Sammlerszene zugeordnet, die keine Verwendung im Bereich der Schwerkriminalität beabsichtigt, so der Bericht. Insgesamt wurden im Vorjahr u.a. 14 Maschinengewehre, 47 Maschinenpistolen, acht Pumpguns, 53 Langwaffen, 28 Faustfeuerwaffen sowie Schaldämpfer und andere Waffenteile sowie eine Panzerfaust, 15 Handgranaten und Munition eingezogen. (APA)

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