Jackson soll Familie eines Kindes zu Falschaussagen genötigt haben

30. Juli 2004, 11:39
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Junge angeblich in der Nacht mit dem Flugzeug häufig abgeholt - Prozess auf 2005 verschoben

Santa Maria - Der Beginn des Kindesmissbrauchs-Prozesses gegen Michael Jackson ist auf den 31. Jänner 2005 verschoben worden. Mit der Verlegung um viereinhalb Monate folgte der zuständige Richter am Dienstagabend (Ortszeit) einem Antrag von Jacksons Verteidigung, die mehr Vorbereitungszeit für das Verfahren gefordert hatte.

In der Anhörung erhob die Staatsanwaltschaft neue Vorwürfe gegen den Popstar. Jackson habe die Familie eines Jungen gezwungen, von ihren Vorwürfen des Kindesmissbrauchs abzurücken, und die Aussage dann auf Video aufgenommen.

Auf der "Neverland"-Ranch festgehalten

Der Sänger habe den Jungen und seine Familie auf seiner "Neverland"-Ranch festgehalten und zu den Aufnahmen genötigt, sagte Staatsanwalt Gordon Auchincloss. Jackson habe nach der öffentlichen Reaktion auf eine Fernsehsendung über sein Verhältnis zu Kindern Angst bekommen, dass die Missbrauchsvorwürfe seine Karriere zerstören könnten.

In der Fernsehdokumentation, die im Februar 2003 ausgestrahlt wurde, war Jackson Hand in Hand mit dem Jungen zu sehen, der ihn nun des Missbrauchs beschuldigt. Auchincloss warf Jackson vor, John Doe durch das luxuriöse Leben auf der Neverland Ranch verführt zu haben: "In Neverland gibt es lange Nächte und keine Hausaufgaben. Es ist eine Welt der Genusssucht.

In der Nacht mit dem Flugzeug abgeholt

Das bringt John Doe schließlich dazu, in Michael Jacksons Bett zu schlafen." Immer wieder habe Jackson den jungen John und dessen Familie mitten in der Nacht mit dem Flugzeug abholen und zu seiner Ranch bringen lassen.

Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau erklärte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft für lächerlich. Der Gedanke, dass die Aufenthalte der Familie Doe bei Jackson eine Form von Gefangennahme dargestellt hätten, sei absurd, sagte der Anwalt.(APA)

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